APA/APA/KARIN ZEHETLEITNER/KARIN ZEHETLEITNER

Styriarte dem Motto "Reisen" gerecht mit Sternfahrt eröffnet

25. Juni 2022 · Lesedauer 3 min

Die Styriarte wurde heuer mit einer Sternfahrt von verschiedenen Chören und einem Auftragswerk des Musikers und Dirigenten Denovaire eröffnet. Die einzelnen Gruppen reisten per Rad, Straßenbahn, Bahn oder auch zu Fuß an, um sich dann Freitag Abend in der Helmut-List-Halle in Graz zu einem Klangkörper zu vereinen. Dazwischen sprach Intendant Mathis Huber mit regionalen Politik-Verantwortlichen gemäß dem diesjährigen Styriarte-Motto über das Thema "Reisen".

Die Anreise war bereits Teil des Projekts "die sternfahrt zu graz" von Denovaire, der auch dirigierte. Zunächst kamen die einzelnen Gruppen aus allen Richtungen bei der Helmut-List-Halle an. Auf dem Fahrrad traf unter heftigem Geklingel der Hib.art.chor ein, per Bahn reiste das collegium vocale aus Kapfenberg an, die Straßenbahn transportierte den Herzogenberg Kammerchor und der Beautiful Gate Choir kam zu Fuß. Unterwegs wurde bereits gesungen, mitunter schloss sich auch bereits ein Teil des Publikums an und begleitete die Sängerinnen und Sänger.

Umrahmt von Musik führte Mathis Huber ein Gespräch mit Kulturlandesrat Christopher Drexler (ÖVP), Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ), Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) und Kulturstadtrat Günter Riegler (ÖVP). Mitgebracht wurde von der Gesprächsrunde jeweils ein Gegenstand, den man auf Reisen mitnehmen würde. Beim designierten Landeshauptmann Drexler war dies der neueste Steirerkrimi von Claudia Rossbacher "zum Verschenken", bei Elke Kahr das Buch von Karin Hojak-Talaber über die Klauberfrauen vom Erzberg "zum Selberlesen", Judith Schwentner hat immer eine Muschel aus Italien dabei und Günter Riegler einen Karabiner zum Bergsteigen, dem ihn eine 95-Jährige aus dem Alpenverein geschenkt hat. Dann ging es noch um Traumreisen, wobei diese Frage von allen vier im offensichtlichen Bemühen, nichts Falsches zu sagen, eher ausweichend beantwortet wurde.

Es folgte der musikalische Hauptteil, der rund 40 Minuten dauerte und zeigte, welche Geräusche und Töne in welchen Kombinationen vier Chöre hervorbringen können. Musik gemacht wurde nicht nur mit den Stimmen, sondern auch mit Scheibtruhen, Stäben und stampfenden Füßen, außerdem flossen Gesprächsfetzen des vorangegangenen Talks, der mitgeschnitten wurde, ein. Dazwischen gab es meditative Töne von Ali Asaad mit Oud und Gitarre, Irina Karamarkovic sang und Katharina Klement bediente das Klavier.

Das Festival beginnt seinen regulären Spielbetrieb am Samstag und Sonntag mit jeweils zwei Aufführungen von "Arianna", einer gekürzten Fassung von Johann Joseph Fux' Oper "La Corona d'Arianna".

(S E R V I C E - https://styriarte.com)

Quelle: Agenturen