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Fünf Tote nach Unwettern: "Die Gefahr ist leider noch nicht gebannt"

19. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Meteorologin Caroline Eybl erklärt, wie es zu den schweren Unwettern, die fünf Tote forderten, kommen konnte. Die Gefahr ist noch nicht vorbei, warnt sie.

Das orkanartige Unwetter, welches am Donnerstagnachmittag über Österreich hinweggezogen ist, hat fünf Menschenleben gefordert. In St. Andrä im Lavanttal in Kärnten wurden auf einem Freizeitareal am See zwei Kinder von umstürzenden Bäumen erschlagen. Ein weiterer umgestürzter Baum führte in Gaming in Niederösterreich zu drei Todesfällen.

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Schwere Schäden entstanden an der Infrastruktur, immer noch sind zahlreiche Zugverbindungen und Straßen gesperrt. In der Steiermark sind weiterhin rund 6.500 Haushalte ohne Strom.

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Wie kam es zum Unwetter?

Meteorologin Caroline Eybl erklärt, dass das Gewitter bereits über dem Mittelmeer entstanden sei. Das Wasser im Meer sei sehr heiß und über Italien herrschte ein Tief. "Die Kombination war explosiv", so Eybl. Auch in Korsika und in Italien kam es zu Todesfällen. 

Meteorologin Caroline Eybl analysiert im Studio von Café PULS, wie es zu den orkanartigen Unwettern in Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich gekommen ist und wie "plötzliche Gewitter" entstehen. 

Man habe auf den Wettermodellen die Sturmböen gesehen, aber mit den Rekorden in Kärnten und der Steiermark habe man nicht gerechnet - die Böen erreichten über 140 km/h. In Lienz hatte es knapp über 20 grad als das Gewitter nach Österreich kam, in Klagenfurt noch rund 30 Grad. Die Temperaturunterschiede verstärkten das Unwetter. 

Die Gewitterzelle war außerdem extrem schnell unterwegs - lokal dauerte das Unglück dann oft nur 10 Minuten. 

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"Die Gefahr ist leider noch nicht gebannt"

"Die Gewitter sind leider noch nicht vorbei", warnt die Meteorologin: "Die Gefahr ist leider noch nicht gebannt". Vor allem an der Alpennordseite ist am Freitag mit enormen Niederschlagsmengen zu rechnen. 150 Liter pro Quadratmeter sind möglich. Aktuell gibt es Gewitter über der Steiermark, die ziehen über Oberösterreich nach Niederösterreich. In Tirol und Vorarlberg ist mit immer stärkerem Regen zu rechnen. Ab Samstag beruhigt sich das Wetter langsam. Durch den Klimawandel werden sich Extremwetterereignisse aber häufen, so Eybl. 

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Quelle: Redaktion / koa