APA - Austria Presse Agentur

Friedensnobelpreis für Journalisten Ressa und Muratow

08. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Die diesjährigen Gewinner des Friedensnobelpreis lauten die Journalisten Maria Ressa und Dimitri Muratow.

Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die Journalisten Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland für ihren "mutigen Kampf" für Meinungsfreiheit in ihren Heimatländern. Das gab das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo bekannt. Wie im Vorjahr sind die Nobelpreise wieder mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 980.000 Euro) pro Kategorie dotiert.

Im vergangenen Jahr war die Ehrung an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen gegangen. Der Friedensnobelpreis gilt als die renommierteste politische Auszeichnung der Welt. 329 Kandidaten - 234 Persönlichkeiten und 95 Organisationen - waren diesmal für ihn nominiert worden. Das ist die drittgrößte Nominiertenzahl jemals.

Die Namen werden traditionell 50 Jahre lang geheimgehalten. Der Friedensnobelpreis wird als einziger der Preise nicht in Stockholm, sondern in Oslo verkündet. Verliehen werden die Auszeichnungen traditionsgemäß am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter und Dynamit-Erfinder Alfred Nobel (1833-1896).

Die Verleihung des Friedensnobelpreis ist der Höhepunkt des alljährlichen Nobelpreis-Reigens.

Physik, Chemie-, Literatur- und Medizin-Nobelpreis bereits verliehen

Bisher wurden schon die Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie und Literatur vergeben. David Julius und Ardem Patapoutian sind die Preisträger der Kategorie Medizin. Die beiden Wissenschafter wurden "für ihre Entdeckungen von Temperatur- und Berührungsrezeptoren" geehrt. 

Der Nobelpreis in Physik ging heuer an Forscher, die sich mit der Simulation des Klimas und komplexer Systeme auseinandersetzen. Der Preis ging zur Hälfte an den Deutschen Klaus Hasselmann und Syukuro Manabe (USA). Die andere Hälfte der Auszeichnung ging an den Italiener Giorgio Parisi. 

Der Nobelpreis für Chemie ging an den deutschen Chemiker Benjamin List und seinen aus Großbritannien stammenden Kollegen David MacMillan. Sie wurden für die Entwicklung eines "asymmetrische Organokatalyse" genannten "genialen" Werkzeugs zum Aufbau von Molekülen geehrt.

Der Autor Abdulrazak Gurnah (geb. 1948) aus Sansibar erhält überraschend den Literaturnobelpreis 2021. Diese Entscheidung gab die Schwedische Akademie am Donnerstag bekannt.

Am Montag werden in Stockholm noch die Preisträger der Kategorie Wirtschaftswissenschaften bekannt gegeben.  

Maximilian PatakQuelle: Redaktion / mpa