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Rodman will Brittney Griner aus Russland befreien

22. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Ex-NBA-Star Dennis Rodman kündigt an, nach Russland zu reisen, um der inhaftierten US-Basketballerin Brittney Griner zu helfen. Seine Bemühungen scheinen jedoch nicht überall gut anzukommen.

Über 20 Jahre ist es her, dass Dennis Rodmann seine Basketball-Karriere beendet hat. Der 61-Jährige polarisierte bereits während seiner aktiven Laufbahn auf dem Parkett und war immer für einen Aufreger gut. Dieses Muster setzte sich nach der Karriere fort. 2014 bezeichnete er den russischen Präsidenten Wladimir Putin als "ziemlich cool". Nordkoreas Diktator Kim Jong-Un sei für ihn ein "Freund fürs Leben". Mit Letzterem stand Rodmann immer wieder intensiv in Kontakt, besuchte das abgeschottete Land mehrfach und bemühte sich als Brückenbauer zwischen den USA und Nordkorea zu fungieren.

Nun will Dennis Rodmann dabei helfen, die inhaftierte US-Basketballerin Brittney Griner aus dem russischen Gefängnis zu befreien. Griner, die mit dem US-Team zweimal Weltmeisterin und zweimal Olympiasiegerin wurde, war Mitte Februar auf dem Flughafen in Moskau festgenommen worden, nachdem Patronen für E-Zigaretten mit Haschischöl in ihrem Gepäck entdeckt worden waren. Cannabis ist in Russland verboten. Das Öl hatte sie zuvor in ihrer Heimat verschrieben bekommen, um Schmerzen bei chronischen Verletzungen zu lindern. Die 31-Jährige spielte zu dieser Zeit bereits acht Jahre für den russischen Club, UGMK Jekaterinburg.

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Russland-Reise diese Woche geplant

Wie Denis Rodman gegenüber NBC News mitteilte, habe er "die Erlaubnis nach Russland zu gehen, um diesem Mädchen zu helfen". Von wem diese Erlaubnis stammen soll, ist unklar. Die Reise soll noch diese Woche stattfinden. 

Parallel zu den Bemühungen Rodmans, arbeitet die US-Regierung an einem Gefangenenaustausch. Die Unterstützung des fünffachen NBA-Champion stößt nicht unbedingt nur auf Gegenliebe. NBC zitiert einen namentlich nicht genannten hohen Vertreter der Biden-Regierung: "Es ist öffentlich bekannt, dass die USA ein erhebliches Angebot an Russland gemacht haben. Alles, was nicht über offizielle Kanäle stattfindet, dürfte eher hinderlich sein." Ob Rodmanns Bemühungen hinderlich sein werden, beziehungsweise ob er die Reise nach Russland tatsächlich antritt, werden die kommenden Tage weisen.

Maximilian PatakQuelle: Redaktion