APA - Austria Presse Agentur

EMA empfiehlt Impf-Auffrischung mit Pfizer und Moderna

04. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna für die Auffrischungsimpfung bei Personen mit geschwächtem Immunsystem zugelassen.

Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna sind für einen dritten Impfstich zugelassen. Frühestens 28 Tage nach dem Zweitstich können Personen mit geschwächtem Immunsystem einen dritten Impfstich zur Auffrischung der Corona-Impfung bekommen, empfiehlt die EMA am Montag in einer Mitteilung. Eine Booster-Impfung mit dem Corona-Vakzin komme für Menschen ab 18 Jahren in Betracht.

Die EMA betont, dass zwischen einer Impf-Auffrischung für Menschen mit geschwächtem Immunsystem und jener für Menschen mit normalem Immunsystem zu unterscheiden sei.

Bei Menschen mit normal funktionierendem Immunsystem reicht eine Impf-Auffrischung mit mRNA-Impfstoffen etwa sechs Monate nach dem zweiten Impfstich. 

Österreich hat bereits begonnen

Österreich hatte bereits zuvor begonnen, früh erstgeimpften Personen einen dritten Stich anzubieten - das aber ohne Zulassung, also Off-Label. Die Auffrischungsimpfung wird auf Empfehlung des Nationalen Impfgremiums (NIG) von Mitte August hierzulande mit den mRNA-Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna durchgeführt. Auch alle mit einem anderen Vakzin erst- bzw. zweitgeimpfte Personen sollen diese Mittel erhalten. Über den dritten Stich werden die Menschen in Österreich künftig per Brief informiert und zur Auffrischung aufgefordert, hatte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) am vergangenen Freitag angekündigt.

Einige weitere Länder haben ebenfalls bereits damit begonnen, Auffrischungsimpfungen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen anzubieten. Befürworter einer Drittimpfung argumentieren, eine zusätzliche Impfdosis erhöhe den Schutz vor einer Infektion. Kritiker fordern dagegen, zuerst nicht gegen das Coronavirus geimpfte Menschen etwa in Entwicklungsländern zu immunisieren. Neben den Unternehmen Biontech und Pfizer hat auch der US-Impfstoffhersteller Moderna eine Zulassung für eine Drittimpfung in der EU beantragt.

Stephan HoferQuelle: Agenturen / Redaktion / hos