APA - Austria Presse Agentur

Ein Toter bei Erdbeben auf den Philippinen

18. Aug 2020 · Lesedauer 2 min

Bei einem Erdbeben auf den Philippinen hat es am Dienstag mindestens ein Todesopfer und dutzende Verletzte gegeben. Das Beben der Stärke 6,6 ereignete sich im Südosten der Insel Masbate in nur geringer Tiefe, wie die US-Erdbebenwarte (USGS) mitteilte. Bei dem Toten handelt es sich nach Behördenangaben um einen pensionierten Polizisten, der unter den Trümmern seines Hauses verschüttet wurde.

Bei einem Erdbeben auf den Philippinen hat es am Dienstag mindestens ein Todesopfer und dutzende Verletzte gegeben. Das Beben der Stärke 6,6 ereignete sich im Südosten der Insel Masbate in nur geringer Tiefe, wie die US-Erdbebenwarte (USGS) mitteilte. Bei dem Toten handelt es sich nach Behördenangaben um einen pensionierten Polizisten, der unter den Trümmern seines Hauses verschüttet wurde.

Seine Leiche wurde von Rettungskräften in einem Vorort der Stadt Cataingan aus den Trümmern eines dreistöckigen Hauses geborgen. Laut Polizei sind in der 50.000-Einwohner-Stadt Cataingan weitere 16 Menschen durch das morgendliche Erdbeben verletzt worden. Das Zentrum des Bebens lag rund fünf Kilometer südöstlich des Ortes Cataingan in rund 21 Kilometern Tiefe. Örtlichen Berichten zufolge verließen Menschen fluchtartig ihre Häuser.

Ein Behördenvertreter in Cataingan erklärte, das Beben habe viele Häuser in der Stadt beschädigt. "Es war wirklich stark", fügte er hinzu. Die Erschütterungen waren sogar in der rund 400 Kilometer entfernten Stadt Iloilo spürbar, so dass auch dort Bewohner in Angst auf die Straße rannten. Dem Beben der Stärke 6,6 folgten mehr als 20 Nachbeben, wie die philippinische Seismologiebehörde mitteilte.

Im nahe gelegenen Ort Palanas wurden mindestens 27 Verletzte gezählt, wie ein Behördenvertreter dem Radiosender DZBB sagte. Keiner von ihnen schwebe in Lebensgefahr.

Behörden warnten vor Nachbeben und riefen Anrainer dazu auf, vor ihrer Rückkehr ihre Häuser auf Schäden zu prüfen. Eine Tsunami-Warnung gab es zunächst nicht.

Die Philippinen liegen am sogenannten Pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten unter der Erdoberfläche zusammenstoßen. Es ist die geologisch aktivste Zone der Erde, an dieser Linie ereignen sich 90 Prozent aller Beben weltweit. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind in dem südostasiatischen Land daher keine Seltenheit.

"Diese Naturkatastrophen sind ein Teil unseres Lebens und wir erholen uns immer davon", erklärte der Sprecher des philippinischen Staatschefs Rodrigo Duterte, Harry Roque. "Die Leute sollten sich keine Sorgen um Nothilfe machen. Sie werden sie bekommen."

Das Erdbeben trifft die Philippinen mitten in der Corona-Pandemie. Derzeit steigen die täglichen Fallzahlen in dem Land, mittlerweile wurden mehr als 164.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. Daher wurden regional unterschiedliche Auflagen beschlossen. Für Mittwoch war die Lockerung eines Lockdown vorgesehen, der die Hauptstadt Manila und insgesamt ein Viertel der philippinischen Bevölkerung betrifft.

Quelle: Agenturen