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Drei Österreicher in Lignano wegen Alkoholexzess im Spital

05. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Drei junge Österreicher brachen laut Behörden derart betrunken im Badeort Lignano zusammen, dass sie im Krankenhaus von Latisana behandelt werden mussten. 20 weitere Personen wurden in der Nacht auf Sonntag wegen Trunkenheit ambulant behandelt. Einige Jugendliche verletzten sich bei Stürzen leicht, das befürchtete Chaos blieb aber aus.

Ein Dutzend Strafen wurden von der Polizei wegen Trunkenheit und Ordnungswidrigkeit verhängt. Ein junger Österreicher wurde wegen Widerstands gegen die Polizei angezeigt. Polizisten aus Kärnten und Südtirol waren im Einsatz und konnten sich mit den Jugendlichen auf Deutsch verständigen. Wegen einer Verordnung des Bürgermeisters wurden weder Getränke in Glasflaschen noch in Dosen verkauft. Nach Mitternacht durfte keine Musik mehr in den Lokalen gespielt werden.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen wurden auch am Strand ergriffen. Der Zugang wurde von Aufsehern kontrolliert. Schon am frühen Sonntag waren die Straßen Lignanos gereinigt. Die Anzahl der Mülleimer auf den Straßen wurden erhöht. Die Brunnen in der Stadt wurden trockengelegt, um zu vermeiden, dass Jugendliche darin badeten.

Der Bürgermeister Lignanos, Luca Fanotto, zeigte sich erleichtert. "Es ist zu keinem Chaos gekommen. Dank unserer Vorbeugungsmaßnahmen ist in der Stadt nichts beschädigt worden", erklärte Fanotto.

100.000 Gäste, jeder Fünfte Österreicher

Die Hoteliers bestätigten, dass sie voll ausgelastet seien. In einigen Fällen setzen sie zusätzliches Personal oder einen Sicherheitsdienst ein, um die Situation unter Kontrolle zu halten. Einige Hotels verteilten ihren Gästen Armbänder, die sie bei ihrer Rückkehr zeigen mussten, um in die Einrichtung eingelassen zu werden. "Damit wollten die Hotels die Gefahr vermeiden, dass unerwünschte Gäste eindringen", erklärte Enrico Guerin, Hotelier und Präsident des Handelsverband Confcommercio Lignano. Rund 100.000 Gäste zählte die Badeortschaft an diesem Pfingst-Wochenende, darunter schätzungsweise 20.000 Österreicher.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam