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Pfingsten: Lignano gegen Alkohol-Exzesse und Wassermelonen

03. Juni 2022 · Lesedauer 3 min

Der italienische Badeort Lignano Sabbiadoro ist ein beliebtes Urlaubsziel für Österreicher:innen zu Pfingsten. Um dieses Jahr extreme Alkohol-Exzesse und Umweltverschmutzungen zu vermeiden, wurde neben einem Alkoholverbot im freien, auch der Verkauf von Wassermelone ist verboten.

In Hinblick auf einen erwarteten starken Andrang von Jugendlichen am Pfingstwochenende hat der Bürgermeister der bei Österreicherinnen und Österreichern beliebten friaulischen Badeortschaft Lignano Sabbiadoro für Feiertage ohne Alkohol-Exzesse appelliert. "Ausgelassenheit und Spaß ja, aber mit Maß", lautet die Devise des Ortschefs, der an diesem Wochenende mit bis zu 100.000 Besuchern rechnet, darunter mindesten 20.000 aus Österreich.

Vergangenheit vermeiden

"Österreicher sind immer bei uns willkommen. Wir sind ihnen dankbar, dass sie Jahr für Jahr Lignano für ihren Urlaub wählen. Seit Jahren haben wir eine Städtepartnerschaft mit Klagenfurt. Pfingsten ist ein besonderes Wochenende, an dem uns viele Jugendliche aus Österreich besuchen. Wir wollen verhindern, dass es wie in der Vergangenheit zu kritischen Situationen kommt", betonte der Bürgermeister von Lignano, Luca Fanotto, im Gespräch mit der APA.

Deutschsprachige Polizisten als Unterstützung

Drei Kärntner und zwei Südtiroler Polizisten werden auf den Straßen zum Einsatz kommen, sie sollen besser mit deutschsprachigen Touristen umgehen können. Die Notaufnahme wird rund um die Uhr offen sein. Der Zugang zum Strand wird nachtsüber kontrolliert. Über das Wochenende dürfen keine Getränke in Glasflaschen oder Dosen verkauft werden. Lokalen ist nur erlaubt, Getränke in Plastik- oder Kartonbechern zu servieren.

Wassermelonen-Verbot

Verboten wird auch der Verkauf von Wassermelonen. In den vergangen Jahren hatten Gruppen von Jugendlichen das Pfingstwochenende mit lauter Musik und Alkohol verbracht und Wassermelonen verzehrt, die den Stadtkern verschmutzt hatten. Ähnliche Vorfälle will der Bürgermeister heuer vermeiden. So wurden auch Brunnen und Blumenbeete im Zentrum abgesperrt, um Schäden zu verhindern.

"Wir wollen, dass jeder bei uns Spaß hat, aber mit Vernunft. Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Strafen zwischen 500 und 5.000 Euro rechnen. Auch ein Aufenthaltsverbot kann verhängt werden", warnte der Bürgermeister. Die kritischsten Vorfälle werden nicht in Hotels, sondern in Ferienwohnungen befürchtet, die Jugendliche für das Wochenende mieten.

Zufriedener Corona-Neustart

Der Bürgermeister ist über den Neustart des Tourismus nach zwei schwierigen Pandemie-Jahren zufrieden. "Wir rechnen, dass unsere Hotels im Sommer ausgebucht sein werden. Wir haben zwar auch in den vergangenen zwei Jahren gearbeitet, mussten jedoch wegen der Pandemie sehr umsichtig sein. Jetzt sind fast alle Restriktionen gefallen und wir hoffen auf eine lange Sommersaison", so Fanotto.

Quelle: Agenturen