Der Held von Hallein: "Hätte mir nicht vorstellen können, nichts zu tun"

19. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Alexander Eisenmann zog zwei seiner Nachbarn aus der Flut in Hallein. Er riskierte dabei sein Leben und wurde selbst leicht verletzt.

In der Stadt Hallein laufen die Aufräumarbeiten nach der Sturzflut am Samstagabend weiter auf Hochtouren. Auch am Montag war das ganze Ausmaß des Schadens noch nicht abschätzbar. Am Vormittag konnten noch immer 50 Personen nicht in ihre Häuser und Wohnungen, wobei 30 davon nur vorsorglich evakuiert worden waren, weil im Ortsteil Gamp die Gefahr von Muren noch nicht gebannt ist.

Ein Halleiner wurde trotz der enormen Schäden und des ganzen Chaos dennoch zum Helden. Er half seinen beiden Nachbarn aus den Fluten. Ein Video davon ging viral.

Im Gespräch mit PULS 24 schildert Alexander Eisenmann, der Held von Hallein, nun, wie sich die Sekunden um seinen Einsatz abgespielt hatten. Es sei alles "irrsinnig schnell" gegangen, sagt er. Der Kothbach sei rasch angestiegen, er wollte mit seinem Sohn noch die eigene Haustüre sichern, als dieser gerufen habe: "Papa, da treibt jemand". 

Im Nachhinein sei es schwer zu sagen, ob er gezögert hätte, sagt Eisenmann. Er hätte es sich aber "nicht vorstellen können, nichts zu machen". Also sprang er in die Fluten, um seinen Nachbarn zu helfen. Er habe selbst sofort den Halt verloren und trieb mit den Nachbarn gemeinsam in eine Einfahrt. 

Sonst wären sie womöglich im Kothbach gelandet, der nur kurze Zeit später unterirdisch weiterverlaufen wäre. "Da wären wir nie im Leben rausgekommen", sagt Eisenmann. Er selbst überstand die Aktion relativ unversehrt. Er musste wegen einer Verletzung am Unterschenkel nur ambulant ins Spital. Nun hilft der "Held" beim Aufräumen und lobt den Zusammenhalt der Nachbarn.

Quelle: Redaktion / koa