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Christkindlmärkte im Zeichen der Energiekrise

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Nach zwei Jahren Corona-Pandemie war der Wunsch nach einer "normalen" Vorweihnachtszeit groß. Er scheint allerdings auch dieses Jahr nicht in Erfüllung zu gehen. Den Christkindlmarkt-Betreibern macht heuer nicht das Virus einen Strich durch die Rechnung, sondern die Energiekrise.

2020 war noch nicht viel über das Coronavirus bekannt. Deswegen wurde beschlossen die Christkindlmärkte geschlossen zu halten, damit sich der Virus nicht über Menschenmassen verbreiteten kann. 2021 war ein Besuch wieder erlaubt, doch nur unter der 2-G-Regel. 2022 wird zwar immer noch mit dem Virus gekämpft, doch inzwischen weiß man damit umzugehen. 

Trotzdem werden die diesjährigen Christkindlmärkte nicht so sein, wie man sie sonst kennt und liebt. Denn heuer steht man den Teuerungen und Stromkosten als Problem gegenüber. Für die Städte und Veranstalter heißt es nun Sparen.

Lichter kürzer bewundern

Graz hat dafür bereits Maßnahmen gesetzt, berichtet der "Kurier". Bei der Weihnachtsbeleuchtung wird erst ab dem 25. November Strom durch die Leitung fließen und die Lämpchen zum Funkeln bringen. Aufgehängt wird sie eine Woche vorher. Die Einschaltdauer der Lichter wird ebenfalls beschränkt - nur mehr bis 22 Uhr kann die Lichterwelt in der steirischen Hauptstadt bewundert werden. 

Der Salzburger Christkindlmarkt hat sich auch schon mit Energiesparen auseinandergesetzt. Veranstalter Wolfgang Haider sagte dem "Kurier" , dass ein "Adventzauber im Dunkeln" allerdings nicht realistisch sei.

Corona hält nicht auf

Hinsichtlich Corona zeigt sich Thomas Herrmann, Geschäftsführer des Wolfgangsee Tourismus, optimistisch.  "Ich glaube schon, dass der Adventmarkt stattfindet." Beim "Wolfgangseer Advent" wurden zu Vor-Corona-Zeiten Besucher von knapp 300.000 Menschen verzeichnet. Sollte sich die Corona-Lage verschlechtern gebe es laut Herrmann bereits einen Plan B.

Bei Veranstaltungen ab 500 Personen ist man gesetzlich verpflichtet einen "Präventionsbeauftragten und -plan" zu haben. "Das haben wir", sagt der Geschäftsführer. Man habe in den letzten beiden Jahren bereits Pläne zu Corona konzipiert, diese müsse man nun "adaptieren".  Auch Haider und sein Team haben sich bereits auf eine mögliche Winter-Welle vorbereitet und Präventionskonzepte erstellt. 

ribbon Zusammenfassung
  • Nach zwei Jahren Corona-Pandemie war der Wunsch nach einer "normalen" Vorweihnachtszeit groß.
  • Er scheint allerdings auch dieses Jahr nicht in Erfüllung zu gehen.
  • Den Christkindlmarkt-Betreibern macht heuer nicht das Virus einen Strich durch die Rechnung, sondern die Energiekrise.

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