APA/EXPA/ROLAND HACKL

Causa Krankl: Angeblicher Augenzeuge widerspricht Polizei

17. Aug. 2022 · Lesedauer 3 min

Rund um Hans Krankls Zwischenfall beim Fußballspiel LASK gegen Rapid am Sonnntag kehrt keine Ruhe ein. Die Fußball-Legende wurde kurzzeitig festgenommen, weil er auf Polizisten zugefahren sein soll. Doch nun meldete sich ein angeblicher Augenzeuge, der anderes beobachtet haben will.

Córdoba-Legende Hans Krankl soll Polizisten gefährdet haben. Der Ex-Rapid-Spieler und -Trainer soll nach dem Match Rapid gegen LASK am VIP-Parkplatz auf einen Polizisten losgefahren sein - so zumindest der Vorwurf der Exekutive.

Laut Polizei stoppte der 69-jährige Wiener sein Fahrzeug erst, als es bereits zu einem leichten Körperkontakt zwischen dem Beamten und der Stoßstange des Pkw gekommen war. "Anschließend rollte er mit dem Fahrzeug auf zwei weitere Polizisten zu und stoppte auch dort erst nach einem neuerlichen Kontakt". In Folge habe man ihn kurz festgenommen und im Einsatzraum des Stadions einvernommen. 

Angeblicher Augenzeuge widerspricht Polizei

Der Fußballexperte bestritt diese Version stets und sprach von einer "blöden Geschichte", die ihm "unangenehm" sei. Nun bekommt er Unterstützung - wenn auch nur anonyme. Via "Kronen Zeitung" meldete sich ein angeblicher Augenzeuge des Vorfalls in Pasching. "Nach dem Spiel kamen ein Bekannter und ich genau zur Situation bei der Ausfahrt vom VIP-Bereich", wird er zitiert. 

Die Polizei habe Krankl angehalten, da bald ein Bus mit Rapid-Fans kommen würde und er daher warten müsse. Krankl habe gesagt, dass er keinen Bus sehe und auch der Augenzeuge will keinen gesehen haben. "Ein Wort ergab dann das andere. Krankl sagte: 'Ich fahr‘ jetzt!' Darauf schlug ein vorm Auto stehender Polizist zweimal mit der Hand auf die Kühlerhaube", berichtet der angebliche Zeuge eine andere Version als die Polizei.

"Wie einem Verbrecher die Taschen ausgeleert"

"Aber Krankl fuhr nicht los. Hätte er das getan, hätte er den Polizisten über den Haufen gefahren, so knapp stand dieser vorm Auto. Was mich schockierte, war, dass die Polizisten dann sagten: 'Aussteigen, Papiere, Hände aufs Dach!' Sie haben ihm wie einem Verbrecher die Taschen ausgeleert und dann gesagt: 'Mitkommen!' Dann sind sie gegangen - wohin, weiß ich nicht", springt der anonyme Zeuge Krankl zur Seite. 

Prohaska: "Hätte auch mir passieren können"

Unterstützung bekommt der ehemalige Rapid-Spieler aber auch von Prominenter Seite. "Die Geschichte mit Hans Krankl hätte auch mir passieren können", schreibt Fußball-Legende Herbert Prohaska in der "Krone". "Er ist wohl davon ausgegangen, dass ihn der Polizist erkennt. Dann wird ein Wort das andere ergeben haben", erklärt sich Prohaska den Vorfall mit seinem Kollegen. Die Ermittlungen der Polizei laufen trotzdem weiter.

Quelle: Redaktion / koa