APA - Austria Presse Agentur

Blaulicht-Meldungen: Freundin Kopf unter Wasser gedrückt - Frau aus dem Fenster geworfen

11. Aug 2021 · Lesedauer 5 min

Aktuelle Polizei-Meldungen: Mann soll Partnerin in Wien-Liesing aus Fenster gestoßen haben - Mann drückte seiner Freundin bei Streit in Wien Kopf unter Wasser - Frau attackierte Lebensgefährten in Graz mit Messer - Betrunkene Wienerin zeigte Polizisten ihren Allerwertesten - Pensionist im Flachgau tot aus dem Mattsee geborgen - 121 Glücksspielgeräte in Oberösterreich beschlagnahmt - Pfarrer sperrte Opferstockdieb in Wiener Kirche ein.

Mann soll Partnerin in Wien-Liesing aus Fenster gestoßen haben

Nach einem Fenstersturz in der Nacht auf Dienstag in Wien-Liesing sind die genauen Umstände noch unklar, berichtete Polizeisprecher Mohamed Ibrahim am Mittwoch auf APA-Nachfrage. Ein 23-Jähriger Mann soll seine Partnerin (22) aus dem zweiten Stock eines Mehrparteienhauses gestoßen haben. Das Opfer wurde mit schweren, nicht lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert, der Verdächtige festgenommen und in eine Justizanstalt gebracht.

Doch die ersten Angaben der beiden Beteiligten seien widersprüchlich, so Ibrahim. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien sind im Gange, im Laufe des Mittwochs sollen weitere Einvernahmen durchgeführt werden. Nach den bisherigen Erkenntnissen gab es einen Streit zwischen dem Paar, bevor die Frau aus dem Fenster stürzte. Der Tatverdächtige soll die Frau anschließend wieder in die Wohnung getragen und kurze Zeit später gegen 1.45 Uhr die Rettung verständigt haben.

Mann drückte seiner Freundin bei Streit in Wien Kopf unter Wasser

Bei einem Streit um Geld soll ein 19-Jähriger in der Nacht auf Mittwoch in Wien-Favoriten besonders brutal auf seine 24-jährige Freundin losgegangen sein: Der offenbar durch Suchtgift beeinträchtigte Mann würgte sein Opfer und drückte ihr kurzzeitig den Kopf unter das in der Badewanne eingelassene Wasser, berichtete die Exekutive.

Die Beamten waren gegen 1.00 Uhr in die verwüstete Wohnung gerufen worden, wo ihnen eine weinende Frau öffnete. Bei einem Streit um Geld hätte sie sich mit ihrem Lebensgefährten zunächst durch die Wohnungstür unterhalten und den 19-Jährigen schließlich hereingelassen.

Im Zuge der weiteren Auseinandersetzung habe dieser die Einrichtung demoliert, woraufhin sie sich im Badezimmer einschloss. Der Tobende brach die Tür auf und habe sie dann misshandelt. Die Polizisten bemerkten entsprechende Würgemale am Hals der jungen Frau sowie ihre nassen Haare.

Der 19-Jährige aus dem oberösterreichischen Perg leugnete gegenüber der Polizei alle Vorwürfe, so Polizeisprecher Markus Dittrich. Die Wohnung sei schon vorher verwüstet gewesen, ebenso seien die Würgemale alt und stammten nicht von ihm. Deine Freundin habe ihm Geld gestohlen und sei psychisch beeinträchtigt, so seine Verantwortung. Der 19-Jährige wurde festgenommen sowie ein Annäherungs- und Betretungsverbot ausgesprochen.

Frau attackierte Lebensgefährten in Graz mit Messer

Eine 24-Jährige hat in der Nacht auf Mittwoch im Grazer Bezirk Geidorf ihrem Lebensgefährten bei einem Streit mit einem Messer in den Oberkörper gestochen und ihn schwer verletzt. Während der gleichaltrige Mann ins LKH Graz gebracht wurde, nahmen Beamte die Verdächtige fest. Sie wurde ins Polizeianhaltezentrum gebracht. Der Zustand des Opfers ist stabil und nicht lebensbedrohlich, hieß es seitens der Landespolizeidirektion Steiermark.

Betrunkene Wienerin zeigte Polizisten ihren Allerwertesten

Zu einem nicht ganz alltäglichen Einsatz sind am Dienstagabend Polizisten in Wien-Donaustadt ausgerückt. Nachdem eine 53-Jährige telefonisch eine falsche Anzeige erstattet hatte, war sie anschließend nicht gerade freundlich zu den Beamten. Die Betrunkene attackierte sie und präsentierte ihren nackten Allerwertesten.

Per Notruf hatte die Frau gemeldet, dass Angestellte einer bestimmten Pizzeria unrechtmäßig in Österreich wären. Als sich herausstellte, dass diese Vorwürfe aus der Luft gegriffen waren, statteten die Polizisten der 53-Jährigen einen Besuch ab.

Die Alkoholisierte beschimpfte die Beamten und attackierte sie mit ihren Fäusten, wobei eine Beamtin am Handgelenk verletzt wurde. Die Tobende wurde festgenommen und - da eine psychische Erkrankung nicht auszuschließen war - in ein Spital gebracht.

Pensionist im Flachgau tot aus dem Mattsee geborgen

Ein Pensionist ist gestern, Dienstag, offenbar beim Schwimmen im Mattsee (Flachgau) ertrunken. Laut Polizei handelt es sich um einen 66-jährigen Einheimischen. Er wurde am Abend beim Strandbad in der Gemeinde Mattsee unweit des Ufers in rund zwei Meter Tiefe von Schnorcheltauchern der Wasserrettung entdeckt und geborgen. Ein Arzt konnte nur mehr den Tod feststellen, wie die Salzburger Wasserrettung informierte.

Die Polizei schließt aus derzeitigem Ermittlungsstand ein Fremdverschulden aus, wie eine Sprecherin am Mittwoch auf APA-Anfrage erklärte. Der Flachgauer hatte sich in der Früh zum Strandbad aufgemacht, um seine tägliche Schwimmrunde zu absolvieren. Als er gegen Abend immer noch nicht nach Hause zurückgekehrt war, verständigte seine besorgte Frau die Rettungskräfte.

121 Glücksspielgeräte in Oberösterreich beschlagnahmt

Die Finanzpolizei hat in Oberösterreich bei einer Schwerpunktaktion vergangene Woche 121 Glücksspielgeräte beschlagnahmt. Von Donnerstag bis Samstag waren 121 Beamtinnen und Beamten in 39 Betrieben in Linz, Wels, Steyr und dem Bezirk Linz-Land im Einsatz, berichtete das Bundesministerium für Finanzen am Mittwoch.

Pfarrer sperrte Opferstockdieb in Wiener Kirche ein

Ein Pfarrer hat am Dienstagnachmittag einen Opferstockdieb in seiner Kirche in Wien-Floridsdorf aus frischer Tat ertappt. Der Geistliche sperrte den Langfinger kurzerhand im Gotteshaus ein, wo ihn die Exekutive bequem festnehmen konnten.

Der Priester hatte den 39-Jährigen beobachtet, wie er gegen 15.15 Uhr Geld aus einem Opferstock fischte, und die Polizei verständigt. Der Rumäne hatte sein "Werkzeug" Kunststoffbänder bzw. Kabelbinder, die mit doppelseitigem Klebeband versehen waren, noch auf einem Beichtstuhl versteckt. Er wies rund zwei Promille Alkohol im Blut auf.

Per Videoüberwachung hatte man das Treiben des Mannes und einer Komplizin bereits seit einiger Zeit beobachtet. Der angerichtete Schaden wird auf etwa 1.000 Euro geschätzt.

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe