APA/APA/RUSSIAN INVESTIGATIVE COMMITEE/HANDOUT

Betrunkener feuert Leuchtpistole in Nachtclub ab: 15 Tote

05. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Ein Brand im russischen Nachtclub "Poligon" in der russischen Stadt Kostroma breitete sich rasant aus und kostete mindestens 15 Menschen das Leben.

Das Feuer habe sich in dem seit Jahrzehnten populären Club rasant ausgebreitet. Laut Behörden brannte es schließlich auf einer Fläche von etwa 3.500 Quadratmetern. Die Feuerwehr brauchte fünfeinhalb Stunden, um dem Brand Herr zu werden, zitierten russische Nachrichtenagenturen die örtlichen Behörden. Das Dach des flachen Gebäudes stürzte ein, hieß es. 

Leuchtpistole auf Tanzfläche abgefeuert

Verantwortlich soll ein Betrunkener sein, der mit einer Leuchtpistole schoss. "Er hielt sich mit einer Frau in der Bar auf, schenkte ihr Blumen und hielt dabei die ganze Zeit eine Leuchtpistole in der Hand", zitierte Tass einen Vertreter der Rettungsdienste. "Dann ging er auf die Tanzfläche und feuerte sie ab". Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest. Ob es sich dabei um den Betrunkenen handelte, ging aus der Erklärung zunächst nicht hervor. 

Mindestens 15 Tote

Noch gibt es keine genauen Angaben, wie viele Personen starben. Die Zahlen werden laufend nach oben korrigiert, mit Stand von Samstagmittag wird von 15 Toten ausgegangen. Auch über die Zahl der Verletzten herrscht noch Unklarheit. Das russische Staatsfernsehen berichtete vom Ort des Unglücks, dass 250 Menschen in Sicherheit gebracht werden konnten. 

Tagsüber ist das "Poligon" laut seiner Website eine traditionelle einfache Gaststätte, nachts verwandelt es sich in eine Tanzbar. Die Gaststätte wird demnach besonders gerne von Verkehrspolizisten besucht.

Kostroma liegt rund 300 Kilometer nordöstlich von Moskau am Zusammenfluss des gleichnamigen Flusses und der Wolga. Die rund 230.000 Einwohner zählende Stadt gehört zu den ältesten Städten Russlands und ist berühmt für ihre Klöster und ihre mittelalterliche Architektur.

Die Angabe, dass vermutlich ein Indoor-Feuerwerk für den Brand verantwortlich sei, wurde nach einem Update der Nachrichtenagentur am 5.11. um 13 Uhr korrigiert. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam