Zug raste in Thailand in umgestürzten Kran - 22 Tote
Das Unglück ereignete sich im Bezirk Sikhio in der Provinz Nakhon Ratchasima, etwa 230 Kilometer nordöstlich von Bangkok. Der Zug sei mit voller Wucht in den Kran geprallt. Mehrere Waggons seien daraufhin entgleist, Fahrgäste seien in den Trümmern eingeschlossen worden. Auch sei ein Feuer ausgebrochen, hieß es. Andere Medien berichteten, der Kran sei auf den fahrenden Zug gestürzt. Der genaue Unfallhergang ließ sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.
Mehrere Einsatzteams wurden umgehend zum Unfallort entsandt, um den Opfern zu helfen und Verletzte aus dem Wrack zu befreien. Die Retter waren unter anderem mit hydraulischen Schneidgeräten und Löschfahrzeugen im Einsatz. Mehr als 20 Verletzte sollen in kritischem Zustand sein. In den Trümmern würden zudem weitere Todesopfer befürchtet, hieß es.
195 Menschen an Bord
Nach Angaben des staatlichen Bahnbetreibers (SRT) war der Zug mit drei Waggons von der Hauptstadt Bangkok nach Ubon Ratchathani im Nordosten von Thailand unterwegs. An Bord sollen sich 195 Menschen befunden haben, darunter Passagiere und Personal.
Der Kran war Teil eines großen Bauprojekts - der thailändisch-chinesischen Hochgeschwindigkeitsstrecke (HGV), die Thailand in Zukunft über Laos mit China verbinden soll. Das Projekt ist Teil von Chinas umstrittenen weltweiten Infrastrukturprogramm "Neue Seidenstraße" (One Belt, One Road). Warum der Kran umstürzte, wird noch untersucht.
Zusammenfassung
- In Thailand ist ein Passagierzug mit 195 Menschen an Bord mit voller Geschwindigkeit in einen umgestürzten Baukran gerast, wobei mindestens 22 Menschen ums Leben kamen und etwa 70 weitere verletzt wurden.
- Das Unglück ereignete sich im Bezirk Sikhio in der Provinz Nakhon Ratchasima, rund 230 Kilometer nordöstlich von Bangkok, als der Kran, der für den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke eingesetzt wurde, plötzlich umkippte.
- Rettungskräfte konnten mehrere Passagiere aus den Trümmern befreien, mehr als 20 Verletzte befinden sich in kritischem Zustand, die genaue Unfallursache wird noch untersucht.
