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Arlbergtunnel wird 2023 und 2024 je ein halbes Jahr gesperrt

07. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Nachdem für Sommer 2022 geplante Arbeiten im Arlberg-Straßentunnel Anfang Jahr wegen der Marktlage abgesagt worden waren, soll es im Frühjahr 2023 nun losgehen: Am 24. April beginnt die erste von zwei Vollsperren, teilte die Asfinag am Mittwoch mit.

Nach knapp 45 Jahren sei die Erneuerung der Fahrbahn nicht mehr aufzuschieben. Die Sperre ist für sechs Monate angesetzt, eine weitere fünfmonatige soll 2024 folgen. Der Verkehr wird wie bereits zuvor über den Arlberg umgeleitet.

Alle Bauleistungen seien final vergeben, informierte die Asfinag. Die Straßenbaugesellschaft investiert 75 Millionen Euro in die Erneuerung der Fahrbahn, der Tunnelbeschichtung sowie der gesamten Entwässerung.

Fromm: Verschiebung "zu 100 Prozent richtig" gewesen

Die im Februar beschlossene Verschiebung sei "aufgrund der Rahmenbedingungen alternativlos" gewesen. "Das jetzt erzielte Ergebnis hat gezeigt, dass wir zu 100 Prozent richtig entschieden haben. Mittlerweile hat sich die Marktsituation beruhigt, die Gewährleistung von Lieferketten ist sichergestellt, und die Lage bei Materialengpässen hat sich entspannt. Wir sind uns sicher, dass wir den engen Zeitplan der angekündigten Sperren somit einhalten werden", so Andreas Fromm, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH.

Informationskampagne im Vorfeld

Für die bevorstehende Sperre sollen die bereits aufgenommenen Gespräche mit allen Beteiligten nun wieder intensiviert werden. Eine Informationskampagne in den kommenden Wochen soll sicherstellen, dass die Transportindustrie schon im Vorfeld gut über Ziel- und Quellverkehrslösungen informiert wird und sich so auf die Sperren vorbereiten kann. Auch die Anrainergemeinden werden informiert. Begleitmaßnahmen für die Zeit der Sperren werden mit ÖBB und anderen Partnern besprochen. Aus den Erfahrungen von 2015 und 2017 wisse man, dass das Konzept mit Ziel- und Quellverkehr aufgehe, so Stefan Siegele, Geschäftsführer der Asfinag Alpenstraßen GmbH.

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz