Applaus für Broadway-Eröffnung bei Opernball-Generalprobe
Der "Carousel Waltz" war auch verantwortlich dafür, dass Operndirektor Bogdan Roščić der heurigen Eröffnung einen eigenen Dreh gab. Ballettdirektorin Alessandra Ferri trat nämlich mit der Idee an den Direktor heran, bei der Eröffnung mit dem Staatsballett dieses Stück tanzen zu wollen. "Es ist ein Feiern des Lebens, der Kunst, der Musik und der Gesellschaft", sagte Ferri im Vorfeld. Für die Kostüme der Tänzerinnen und Tänzer zeichnete dann noch dazu niemand Geringerer als Giorgio Armani verantwortlich, der noch vor seinem Ableben im vergangenen Jahr die Bekleidung entwarf.
Auch bei einem Teil der ausgewählten Musikstücke, die von der südafrikanischen Sopranistin Pretty Yende und dem französischen Tenor Benjamin Bernheim gesungen werden, gibt es viel Broadway-Feeling. So konnten die Besucherinnen und Besucher am Mittwoch etwa bei der "Maria"-Arie und der Balkonszene aus dem weltberühmten Musical "West Side Story" von Leonard Bernstein mitschmachten.
Für den Abschluss wurde dann ein Stück ausgewählt, das als heimliche Opernball-Hymne gelten könnte: Das Trinklied aus der Oper "La Traviata" von Giuseppe Verdi. Dieses wurde vom Generalprobenpublikum auch entsprechend gefeiert.
Dass die heurige Eröffnung beispielgebend für zukünftige Inszenierungen sein könnte, glaubte Roščić eher nicht. "So etwas muss spontan entstehen", sagte der Direktor gegenüber der APA. Sein Höhepunkt ist aber sowieso die "Zauberflöte für Kinder" am Tag nach dem Opernball. "Da herrscht wirklich eine ganz eigene Atmosphäre."
Zusammenfassung
- Bei der Generalprobe der Opernball-Eröffnung am Mittwochabend in der Wiener Staatsoper sorgte das Staatsballett mit dem "Carousel Waltz" aus dem Musical "Carousel" und goldenen Kostümen von Giorgio Armani für besonders viel Applaus.
- Sopranistin Pretty Yende und Tenor Benjamin Bernheim begeisterten mit Broadway-Nummern wie der "Maria"-Arie und der Balkonszene aus "West Side Story" das Publikum.
- Das Trinklied aus "La Traviata" von Giuseppe Verdi bildete den gefeierten Abschluss der Generalprobe, während Operndirektor Roščić betonte, dass solche Eröffnungen spontan entstehen müssten.
