Aktion gegen Kulturgutschmuggler in 28 Ländern

09. März 2022 · Lesedauer 2 min

Strafverfolgungsbehörden in 28 Ländern sind im Zuge einer gemeinsamen Aktion einmal mehr konzertiert gegen Kulturgutschmuggler vorgegangen. Im Zuge der von 1. Juni bis 30. September 2021 laufenden "Operation Pandora VI" wurden 52 Menschen festgenommen und 9.408 Kulturgüter beschlagnahmt. Auch Österreich war laut Bundeskriminalamt an der von Europol, Interpol und der Weltzollorganisation koordinierten Aktion beteiligt, Festnahmen gab es hierzulande aber nicht.

Die Behörden stellten unter anderem archäologische Objekte, Möbel, Münzen, Gemälde, Musikinstrumente und Skulpturen sicher. Neben Kontrollen an Grenzübergängen und Flughäfen standen auch Auktionshäuser, Museen und Privathaushalte im Interesse der Polizei und des Zolls. Dazu kam das Monitoring von Online-Märkten.

Der französische Zoll stellte beispielsweise 4.231 archäologische Objekte - von Münzen über Glocken, Schnallen, Ringe bis zu Töpfereiarbeiten - sicher, die ein Täter mit einem Metalldetektor von archäologischen Fundstätten gefunden und mitgenommen hatte. In einem weiteren Fall beschlagnahmte der Zoll in Frankreich drei Skulpturen aus der präkolumbischen La Tolita-Tumaco-Kultur.

In Spanien entdeckte die Nationalpolizei einen Schatz mit 91 Goldmünzen des römischen Imperiums, die geschätzt am Schwarzmarkt eine halbe Million Euro eingebracht hätten. Die Münzen waren in einem bekannten Madrider Auktionshaus entdeckt worden. In den USA beschlagnahmten Beamte des Zolls und des Grenzschutzes 13 mexikanische Artefakte aus der postklassischen und aztekischen Ära. Die rumänische Polizei fand ein 2016 gestohlenes Prozessionskreuz aus dem 13. Jahrhundert und gab es dem Evangelischen Kirchenmuseum von Cisnadie zurück.

Quelle: Agenturen