Schuldenberaterin warnt

Sonderangebote mit Kehrseite: Tipps für den Black Friday

28. Nov. 2025 · Lesedauer 3 min

Der "Black Friday" leitet am Freitag das Weihnachtsgeschäft inoffiziell ein. Geschäfte und Onlineplattformen locken mit Sonderangeboten. Experten warnen jedoch vor dem Kaufdruck.

Am Black Friday wird mit Rabatten von bis zu 70 Prozent geworben. Die Schnäppchen haben aber auch Schattenseiten: Schuldenberater:innen warnen vor dem Kaufdruck und vor betrügerischen Schnäppchen. 

Tipps für den "Black Friday"

Die wichtigsten Tipps für den "Black Friday" nennt Gudrun Steinmann, Leiterin der Finanzbildung in der FSW Schuldenberatung, im "Treffpunkt Österreich zu Mittag"-Interview: 

  • Eine Liste erstellen über das, was wirklich gekauft werden muss
  • Im Vorfeld ein Preislimit festlegen
  • Bei Angeboten auch das Kleingedruckte lesen
  • Unternehmen auf der sogenannten "Watchlist"-App auf Seriosität prüfen
  • Auch unverbindliche Preisempfehlungen sollten überprüft werden

Unverbindliche Preisempfehlungen sind Empfehlungen, bei denen das Produkt ursprünglich mehr wert gewesen ist und nun weniger kostet. "Watchlist" ist eine App, die vor neu entdeckten Fallen und Betrugsmethoden im Internet warnt.

Black Week: Gehen Sie auf Schnäppchenjagd?

Wie kann man sich vor Betrug schützen?

Jede:r vierte Österreicher:in ist bei Online-Angeboten schon einmal auf betrügerische Deals hereingefallen. "Hier gilt es auch im Vorfeld auf das Impressum zu schauen. Zu schauen, ob das eine seriöse Seite ist und zu überprüfen, ob es auch Rezensionen gibt", rät die Leiterin der Finanzbildung in der FSW Schuldenberatung.

Auch der Austausch mit Freundinnen und Freunden über Erfahrungswerte soll helfen. Zusätzlich kann auch ein Gütesiegel Auskunft über die Sicherheit einer Online-Plattform geben. "Es gibt auch viele chinesische Firmen und auch amerikanische, die nicht seriös sind, wo auch hohe Kosten anfallen, wenn ich die Waren retourniere", so Steinmann. Sie empfiehlt daher beim Online-Shopping auf österreichische Plattformen zurückzugreifen. 

Bei schuldenberatung.at kann eine Budget-Beratung weiterhelfen, um zu hohe Ausgaben zu verhindern. Bei der staatlich anerkannten Schuldenberatung kann auch ein Sparplan mit Expert:innen erstellt werden - kostenlos und vertraulich. Auf der Website gibt es zudem einen Geschenkerechner, der genutzt werden kann. 

Kampf ums Black-Week-Geld: Mehrheit "fließt ins Ausland

Einkaufs-Rekordwert für dieses Jahr erwartet

Der "Black Friday" stammt ursprünglich aus den USA. Mittlerweile ist das Event nicht mehr strikt auf einen Tag beschränkt, sondern wurde teilweise zur "Black Week" oder zum "Black Month" ausgeweitet. Die Aktionstage fallen heuer auf den 28. November sowie auf den 1. Dezember.

Der heimische Handelsverband rechnet für die "Black Week" inklusive "Black Friday" und "Cyber Monday" mit Ausgaben der Konsument:innen in Höhe von rund 460 Millionen Euro. Im Jahr 2022 wurde der Rekordwert mit 450 Millionen Euro erreicht.  

"Die Rabattschlacht ist längst zur Show der großen Online-Plattformen geworden - ein Hineinverkaufen in einen Markt, der sonst von Kaufzurückhaltung geprägt ist", so Ernst Gittenberger vom Institut für Handel der Uni Linz. Profitieren sollen vor allem Amazon und die chinesischen Billig-Plattformen Temu und Shein.

Zusammenfassung
  • Am Freitag fällt mit dem "Black Friday" der Startschuss für das inoffizielle Weihnachtsgeschäft.
  • Viele Geschäfte und Online-Plattformen locken mit Sonderangeboten.
  • Rabattaktionen haben aber auch Schattenseiten: Schuldenberater warnen vor Kaufdruck und vor betrügerischen Schnäppchen.
  • Eine Schuldenberaterin klärt auf.