APA - Austria Presse Agentur

3.727 Neuinfizierte bundesweit: Corona-Hotspot Oberösterreich überholt Wien

20. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden ist am Mittwoch deutlich nach oben geschnalzt. 3.727 neue Infizierte wurden gemeldet, davon entfällt mit 1.177 Neuinfektionen beinahe ein Drittel auf Oberösterreich. Bereits am Dienstag warnte Statistiker Neuwirth gegenbüer PULS 24 vor der Entwicklung in Oberösterreich.

Oberösterreich führt unter den Bundesländern nun auch in absoluten Zahlen bei den täglichen Neuinfektionen - und das mit deutlichem Abstand: 1.177 neuen Corona-Fälle in den vergangenen 24 Stunden in Oberösterreich entdeckt, gefolgt von Wien (714). In der Steiermark waren es 516 Neuerkrankte, in der Niederösterreich 508 und in Salzburg 296. In Tirol kamen 239 Neuinfektionen dazu, in Kärnten 113, im Vorarlberg 110 und im Burgenland 54.

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz 100.000 Einwohner ist derzeit ebenfalls Oberösterreich mit 299,3, gefolgt von Salzburg (258,1), Niederösterreich (210,4) und Steiermark (184). Weiters folgen Tirol (167,5), Wien (151,1), Kärnten (147,7), Vorarlberg (101,4) und das Burgenland (90,2). Die österreichweite Sieben-Tages-Inzidenz liegt am Mittwoch bei 195,4 nach 182,9 am Dienstag.

Neuwirth warnt vor Corona-Sorgenkind Oberösterreich

Bereits am Dienstag hatte der Statistiker Erich Neuwirth im PULS 24 Interview vor der besorgniserregenden Entwicklung in Oberösterreich gewarnt. Im Bundesländervergleich seien "Oberösterreich und Salzburg die Sorgenkinder". Vor allem die Sieben-Tages-Inzidenz von Oberösterreich trage zum österreichweiten Anstieg der Corona-Zahlen bei, meint Neuwirth im Gespräch mit Anchor Werner Sejka.

Die Impfskepsis in diesem Bundesland sei "jedenfalls Teil des Spiels". Doch selbst "wenn wir dort jetzt ein starkes Impfprogramm setzen, wird uns nicht gelingen die Entwicklung in den nächsten drei Wochen schon abzubremsen.

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Ministerium: Höhere Werte wegen Schul- und Betriebstests

Auf APA-Nachfrage im Gesundheitsministerium hieß es zu dem heutigen deutlich höheren Wert, dass die Zahlen prinzipiell steigen. Am Mittwoch sei die Zahl der Neuinfektionen außerdem in der Regel grundsätzlich höher, da am Montag in Schulen und vielen Betrieben PCR-Testungen durchgeführt werden, deren Ergebnisse am Dienstag bekannt werden und in die Mittwochszahlen einfließen.

Stephan HoferQuelle: Agenturen / Redaktion / hos