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2021 musste 2.566 Personen wegen Hitze in ärztlich Behandlung

11. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Im vergangenen Jahren wurden in Österreich 2.566 Menschen wegen Akutfolgen durch Hitze oder intensive Sonneneinstrahlung ärztlich behandelt. Das berichtete die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) am Montag.

Neun von zehn dieser Patienten hatten einen Sonnenstich, also eine Hirnhautentzündung, die durch längere, intensive Sonneneinstrahlung entsteht. Die häufigsten Symptome sind starke Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen und Nackensteifigkeit.

In Österreich gibt es immer mehr Hitzetage. Im Sommer 2021 wurden bundesweit durchschnittlich 18 Tage mit über 30 Grad Celsius gemessen. In Wien, Graz und Eisenstadt waren es sogar 24. "Hitzebelastung und -erschöpfung werden oft unterschätzt", betonte ÖGK-Generaldirektor Bernhard Wurzer. Erkrankungen wie Sonnenstiche, -brände oder -allergien könnten langfristige Auswirkungen haben.

Zur Vorbeugung gegen Sonnenstiche sollte bei starker Sonne stets eine Kopfbedeckung getragen werden. Zudem sollte an heißen Tagen auf eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme und regelmäßige Abkühlungen geachtet werden, riet die ÖGK.

2.462 Hautkrebs-Diagnosen in zwei Jahren

In den vergangenen zwei Jahren wurden 2.462 Personen mit Hautkrebs diagnostiziert. Bei knapp 52 Prozent der Patientinnen und Patienten handelte es sich um schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom), also bösartige Melanome. Rund 48 Prozent hatten weißen Hautkrebs. Diese Arten metastasieren seltener, können aber ebenfalls schwerwiegende Folgen haben.

Achtung: Gesundheitsrisiko Hitze!

Die Heilungschancen bei Hautkrebs sind bei Früherkennung hoch. Die Gesundheitskasse empfiehlt, zweimal jährlich eine Selbstuntersuchung durchzuführen.

UV-Strahlen führen oft unbemerkt zu Hautschäden und sind Hauptrisikofaktor für Hautkrebs. Sonnencremes sind das wirksamste Mittel zur Vorbeugung und sollten mindestens einen Lichtschutzfaktor von 30 aufweisen, so die ÖGK.

Quelle: Agenturen