Czypionka: 2G-Regel ändert nicht viel an akuter Situation

08. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Die österreichweite 2G-Regel helfe zwar auf lange Sicht, ändere aber an der akuten Situation "nicht viel", meint Thomas Czypionka, Gesundheitsökonom beim IHS. Mindestabstand, Maskenflicht und eine 2G-Plus-Regel - also eine PCR-Testpflicht für Genesene und Geimpfte - könnten seiner Meinung nach die Lage "rasch" ändern.

Die 2G-Regel werde "an der akuten Situation nicht so viel ändern", sagt Thomas Czypionka, Gesundheitsökonom beim Institut für Höhere Studien (IHS). Die Situation sei aktuell "relativ angespannt. Wir bewegen uns in einen Bereich, wenn es so weitergeht, wo die Spitäler Schwierigkeiten bekommen", meint er im PULS 24 Interview.

Mit 2G-Plus auf "der sicheren Seite"

Czypionka rät daher dazu, die Maskenpflicht auszuweiten und unnötige Kontakte zu vermeiden. "Das sind Maßnahmen, die man sehr rasch setzen kann", sagt der Gesundheitsökonom. Zusätzlich spricht er sich für eine 2G-Plus-Regel aus. Damit gemeint ist eine PCR-Testpflicht für Geimpfte oder Genesene. Mit diesen Maßnahmen könne man das "normale, gesellschaftliche Leben gut aufrechterhalten. Wenn man in Situationen, die ein bisschen heikel sind, PCR-Tests vorschreibe, bin ich auf der sicheren Seite." Dabei nennt Czypionka etwa Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, Chorproben oder die Arbeit mit vulnerablen Gruppen – etwa im Krankenhaus – als Beispiele für "heikle" Situationen.

Einen harten Lockdown für ganz Österreich schließt der Ökonom aus. Allerdings könne er sich in Einzelfällen regionale Lockdowns vorstellen. Langfristig gesehen werde aber auch die 2G-Regel Erfolge erzielen. So werden sich laut dem Gesundheitsökonom dadurch einige Menschen doch impfen lassen. Allerdings brauche es auch hier Zeit, bis der Impfschutz sich entwickelt.

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Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea