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Weitere Flugstreichungen - Streik abgewendet

07. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Während die Lufthansa am Donnerstag weitere Flugstreichungen angekündigt hat, konnten eventuellen Turbulenzen durch eine Streik-Androhung bei British Airways abgewendet werden.

Die AUA-Mutter Lufthansa streicht weitere Flüge am Flughafen Frankfurt. Um in Spitzenzeiten für eine Entlastung des Flugbetriebs zu sorgen, seien innerdeutsche und europäische Flüge in der Zeit von Freitag bis kommenden Donnerstag annulliert, wie eine Lufthansa-Sprecherin am Donnerstag sagte. Die klassischen Ferienziele seien davon nicht betroffen. Die genaue Zahl der betroffenen Flüge stehe noch nicht fest.

Fraport-Chef Stefan Schulte hatte bereits erklärt, es werde zu weiteren Absagen kommen, um die derzeit schwer unter Personalmangel leidenden Abläufe am Flughafen zu stabilisieren.

Auch die Frachttochter Lufthansa Cargo ist vom Flugchaos betroffen. Vier Frachter müssten in der Zeit von Freitag bis Sonntag von München statt Frankfurt starten. Ab sofort könnten außerdem bis 17. Juli keine lebenden Tiere mitgenommen werden in Frankfurt.

Einigung bei British Airways - kein Streik

Die Fluggesellschaft British Airways hat mit einer Einigung mit den für die Check-ins verantwortlichen Angestellten noch größere Verwerfungen im Flugbetrieb abgewendet. Die Gewerkschaft Unite werde nun in einer Urabstimmung über das Angebot befinden, hieß es von den Arbeitnehmervertretern. Die Vereinbarung sieht auch höhere Löhne vor. Durch die Einigung konnte ein drohender Streik bei British Airways abgewendet werden.

Die für die Abfertigung zuständigen Angestellten hatten mit einem Ausstand am Londoner Flughafen Heathrow gedroht. Das hatte Befürchtungen geweckt, dass sich ein möglicher Streik auch auf andere Gruppen der Britisch-Airways-Beschäftigten ausweiten könnte.

Beispiellose Engpässe in Luftfahrtindustrie

Dies hätte die Situation in der europäischen Luftfahrtindustrie weiter erschwert, die aktuell unter beispiellosen Engpässen und Chaos bei der Abfertigung von Flugpassagieren leidet. Grund ist eine Mischung aus Arbeitskämpfen, Personalmangel und Kostensenkungen während der Coronapandemie. Verschärft wird das Problem durch den gerade zur Sommerzeit wieder anspringenden Reiseverkehr.

Erst am Vortag hatte British Airways mitgeteilt, weitere 10.300 Kurzstreckenflüge bis Ende Oktober zu streichen. Damit will das Unternehmen seinen Kunden Sicherheit geben und "so viele unserer Ferienflieger wie möglich schützen." BA ist nur eine von vielen Airlines, die jüngst ihre Flugpläne ausgedünnt hatten.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp