Sepp Schellhorn startet Hotelinitiative für Ukraine-Flüchtlinge

08. März 2022 · Lesedauer 2 min

Unter dem Slogan "one hotel one family" soll jeder teilnehmende Betrieb eine ukrainische Familie aufnehmen, erklärte Schellhorn bereits am Montag im PULS 24 Interview.

Der Salzburger Hotelier und frühere NEOS-Abgeordnete Sepp Schellhorn hat eine europaweite private Initiative gestartet, um Flüchtlinge aus der Ukraine in Hotels zu beherbergen. Unter dem Slogan "one hotel one family" soll jeder teilnehmende Betrieb eine ukrainische Familie aufnehmen, erklärte er bereits am Montag im PULS 24 Interview. Am Dienstag berichtete auch ORF Salzburg über die Initiative. Die Zimmer sollen für die öffentliche Hand und die Flüchtlinge kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

In noch nicht einmal 48 Stunden haben an die 50 Hoteliers aus Österreich, Deutschland, Südtirol und der Schweiz ihre Teilnahme an dem Projekt zugesagt, erklärte Schellhorn gegenüber der APA am Dienstag. Bei insgesamt rund 60.000 Beherbergungsbetrieben in Österreich werde es wohl gelingen, ein erkleckliche Anzahl an Flüchtlingen unterzubringen. Dann sei das Unterkunftsproblem schnell gelöst.

"Der Gedanke ist, wir versuchen dezentral zu integrieren und wollen ein Zeichen für ein vereintes Europa setzen." Es sollten keine Fehler mehr wie bei der Flüchtlingswelle 2015 gemacht werden. "Meine Intention ist, es so zu schaffen wie damals im Jugoslawienkrieg", sagte Schellhorn.

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Der Pongauer Hotelier hat auch in sozialen Medien um Mithilfe gebeten: "Im freien Europa gibt es hunderttausende Hotels. Wenn jedes Hotel für nur eine einzige Schutz suchende ukrainische Familie die Türen öffnet: Dann sind wir Europa! An alle, die Hotels, Pensionen oder andere Unterkünfte betreiben: Wenn ihr Zimmer frei habt, meldet Euch bei: [email protected]", postete er auf Instagram.

Zwei eigene Mitarbeiter seien für die Verteilung auf die Betriebe beauftragt, sagte Schellhorn zum ORF. "In Wien bauen sie gerade die Strukturen auf und vernetzen uns zu den öffentlichen Institutionen." Die private Initiative solle nicht dazu dienen, leere Hotelbetten zu füllen. Es solle auch kein Steuergeld vom Staat für Unterbringung und Verköstigung angegriffen werden. "Natürlich ist es kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Wenn jedes Hotel eine Familie nimmt, dann fällt das überhaupt nicht ins Gewicht. Wir sollten hier großzügig sein."

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe