APA - Austria Presse Agentur

Promikoch Mörwald kritisiert Kurz & Co für Krisenmanagement

14. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Der Promikoch, Restaurant- und Hotelbetreiber Toni Mörwald hat in einem Schreiben an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (alle ÖVP) mit den Corona-Hilfen der türkis-grünen Bundesregierung abgerechnet. Das Schreiben versetzt laut "Kurier" wegen "mit seiner total angriffigen Wortwahl" ins Staunen.

Der Promikoch, Restaurant- und Hotelbetreiber Toni Mörwald hat in einem Schreiben an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (alle ÖVP) mit den Corona-Hilfen der türkis-grünen Bundesregierung abgerechnet. Das Schreiben versetzt laut "Kurier" wegen "mit seiner total angriffigen Wortwahl" ins Staunen.

"Bitte verwendet nicht mehr 'wir haben sofort geholfen'"! Einfach gelogen! Unglaublicher Unsinn!", schreibt der Unternehmer laut dem Zeitungsbericht (online). In dieser Tonart werden demnach zehn Punkte aufgezählt, die Mörwald der Regierungsspitze an den Kopf werfe.

Unter anderem gehe es um Mörwalds heftigen Unmut über die Kurzarbeit. Ihn störe, dass der Staat nicht die gesamten Lohnkosten übernimmt. "Ihr habt per Gesetz unsere Betriebe geschlossen, daher bitte ich um den sofortigen Schadenersatz zu 100% und nicht zu 90 oder 80 oder 50%, einfach zu 100%".

Ein Lösungsvorschlag des Promis: "Bitte nicht Menschen einsperren und nichts tun lassen, sondern Wertschöpfung erzeugen und konsumieren lassen!" Dazu noch: "Der Staat übernimmt sofort den 100-prozentigen Schaden, welcher bis 15.5.2020 entstanden ist, welcher sofort ausgezahlt wird in zwei Tranchen 15.4. und 30.4. 2020." Kritik übt Mörwald laut "Kurier" an den derzeit häufigen Pressekonferenzen der Bundesregierung - und das, obwohl er laut der Zeitung eine Nähe zur ÖVP pflege.

Das Schreiben ist laut der Zeitung sehr lange und Mörwald gab sich auf "Kurier"-Nachfrage auch vorsichtiger, heißt es im Bericht: Er wundere sich, dass ein Schreiben an drei Personen jetzt die Runde mache. Die Regierung würde es grundsätzlich gut machen. Aber: "Man kann den Leuten schon die Wahrheit sagen."

Quelle: Agenturen