APA - Austria Presse Agentur

Porr rutscht durch Corona-Pandemie 46,8 Mio. Euro ins Minus

26. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Der Baukonzern Porr hat heuer in den ersten drei Monaten hohe Verluste gebaut. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 46,8 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab.

Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war noch ein Gewinn von 9,8 Mio. Euro erzielt worden. Die Coronapandemie und "eine Neubewertung von Projekten" haben sich massiv auf die Geschäftstätigkeit ausgewirkt, wie das Management. erklärte. Die Porr beschäftigt knapp über 20.000 Mitarbeiter.

Im Gesamtjahr 2020 erwartet der Konzern einen Jahresverlust zwischen 45 und 55 Mio. Euro. Schon vor der Coronakrise, 2019, hatte sich der Gewinn der Porr gegenüber 2018 von 66,2 auf 27,8 Mio. Euro halbiert. Die Produktionsleistung lag bei 5,6 Mrd. Euro, heuer soll diese "über 5 Mrd. Euro" erreichen und dann 2021 wieder zwischen 5,3 und 5,5 Mrd. Euro liegen. Nächstes Jahr wird eine positive EBT-Marge von 1,3 bis 1,5 Prozent angestrebt. Der Konzern setzt auf intensives Kostenmanagement und will ab 2022 nachhaltig 40 bis 50 Mio. Euro einsparen.

Auch andere Unternehmen mit Verlusten

Der im Wiener Leitindex ATX börsennotierte Ölfeldausrüster SBO kämpft weiterhin mit der coronabedingt niedrigen Ölnachfrage und hat in den ersten drei Quartalen einen Umsatz- und Ergebniseinbruch erlitten. Der Umsatz ging um fast ein Drittel auf 236,4 Mio. Euro zurück, das Ergebnis nach Steuern drehte auf -21,3 Mio. Euro in die Verlustzone, nachdem im gleichen Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 26,6 Mio. Euro ausgewiesen worden war.

"Nach der abrupten Talfahrt in der ersten Jahreshälfte haben sich die Ölmärkte zwar stabilisiert. Für eine nachhaltige Erholung war die Nachfrage nach Rohöl jedoch weiterhin zu gering", sagte SBO-Chef Gerald Grohmann am Donnerstag laut Mitteilung. Grohmann verweist jedoch auf den hohen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von 322 Mio. Euro, mit dem man gut aufgestellt sei, um durch die Krise zu kommen.

Besser steht da der börsennotierte Immobilienentwickler UBM da. Er hat auch nach drei Quartalen operativ mehr verdient als voriges Jahr, allerdings sank der Nettogewinn wegen einer höheren Steuerquote in Deutschland. Das Vorsteuerergebnis (EBT) legte um 10,4 Prozent auf 51,0 Mio. Euro zu, der Nettogewinn verringerte sich um 12,6 Prozent auf 33,3 Mio. Euro, teilte UBM am Donnerstag mit. Für 2021 erwartet man wegen Corona einen Ergebnisrückgang. Unter Druck ist vor allem das Hotel-Pachtgeschäft.

Quelle: Agenturen / Redaktion