APA/Barbara Gindl

Österreich: Konkurse steigen um 51 Prozent

31. Okt. 2022 · Lesedauer 1 min

2021 gingen zwischen Jänner und September 1.122 österreichische Unternehmen in Konkurs. Im Jahr 2022 sind es im selben Zeitraum 1.692 Unternehmen - das entspricht einem Anstieg von 51 Prozent.

Das schreibt die Wirtschaftsauskunftei "Dun and and Bradstreet" in einer Presseaussendung. In der dazugehörigen Studie wurde die Anzahl der Insolvenzen und Neugründungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht.

Handel besonders betroffen

Am schlimmsten traf die aktuelle Lage den Handel. Dort stiegen die Konkurse von 189 auf 377, was einem Zuwachs von 99 Prozent entspricht. Bei den Diensten und im Gastgewerbe gab es 62 Prozent mehr Konkurse, in der Baubranche rund 30 Prozent.

Neugründungen nahmen indes um fünf Prozent ab.

Weniger Insolvenzen in Deutschland und der Schweiz

In der Schweiz gingen im Vergleichszeitraum 23 Prozent Unternehmen in Konkurs, in Deutschland sogar nur vier Prozent. Die Neugründungen reduzierten sich in der Schweiz um zwei, in Deutschland um elf Prozent. 

"Dun und Bradstreet" prognostiziert, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen trotz Unterstützungsprogrammen zunehmen wird.

Quelle: Redaktion / mbe