Herbert Neubauer / APA

Neuer historischer Höchststand bei Arbeitslosigkeit

04. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

Die Arbeitslosigkeit ist im April weiter extrem gestiegen. 571.477 waren Ende April ohne Job.

Die Arbeitslosigkeit ist im April aufgrund der Corona-Krise weiterhin extrem stark angestiegen und hat einen neuen historischen Höchststand erreicht. Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer stieg im Vorjahresvergleich um 58,2 Prozent auf 571.477 Personen. Damit waren Ende April um 210.275 Personen mehr ohne Job als im April des Vorjahres.

Auch gegenüber Ende März mit 562.522 von Arbeitslosigkeit Betroffenen gab es noch einen Anstieg. Die Arbeitslosenquote stieg um 5,5 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent. Die Arbeitslosigkeit stieg in allen Altersgruppen, in allen Branchen und in allen Bundesländern sehr stark. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sank um ein Drittel.

Die Covid-19-Krise habe seit Mitte März zu einem "extremen Anstieg der Arbeitslosigkeit" geführt, teilte das Arbeitsmarktservice (AMS) am Montag mit. Der Anstieg habe sich im April zwar verlangsamt, dennoch liege die Zahl der beim AMS vorgemerkten Personen weit über dem Niveau des Vorjahres.

Mehr Arbeitslose in allen Branchen und Bundesländern

In der Betrachtung nach Branchen zeigen sich Ende April die größten Zuwächse im Tourismus (+148,5%), gefolgt von der Baubranche (+111,9%). Danach folgen die Warenproduktion (+66,6%) und der Handel (63,4%), die Arbeitskräfteüberlassung (59,7%) sowie das Gesundheits-und Sozialwesen (56,0%).

Steigende Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr verzeichnen alle Bundesländer, am stärksten ist der Zuwachs in Tirol (+119,2%) und Salzburg (+101,8%). Es folgen die Steiermark (+100,6%), Oberösterreich (91,0%), das Burgenland (+84,3%), Kärnten (+78,7%), Vorarlberg (+78,6%), Niederösterreich (+69,8%) und Wien (56,2%).

Quelle: Agenturen / apb