Landwirtschaftskammer: Brauchen hitzebeständige Sorten

20. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger ist der Meinung, es bräuchte in der Zukunft, aufgrund der klimatischen Veränderungen, mehr hitzebeständige Kulturen. Dafür müsse die landwirtschaftliche Forschung und Entwicklung ausgebaut werden.

Trotz der Hitzewelle sei die Sommerernte in Österreich gesichert. Das sagt Präsident der Landwirtschaftskammer Josef Moosbrugger im PULS 24 Interview. Um mögliche Verluste aufgrund der Hitze zu vermeiden, müsse das, was noch auf dem Feld ist, "so schnell wie möglich in die Scheune gebracht werden". Besonders auf die Herbstkulturen müsse nun geachtet werden. Wie sehr die hohen Temperaturen dem landwirtschaftlichen Erwerb geschadet hat, könne man laut Moosbrugger jetzt noch nicht einschätzen, da man am Beginn der Hitzetage stehe. Im Herbst könne eine erste Rechnung vorgenommen werden. 

Wetterextreme werden zur Herausforderung

Die Zunahme der Wetterextreme werde für die Kulturen in Land- und Forstwirtschaft noch zur Herausforderung. Auch die Tierbestände, die Alpenwirtschaft und der Wald würden darunter leiden. Um mögliche Verluste zu begrenzen, ist es laut Landwirtschaftskammerpräsident notwendig, dass sich Betriebe überlegen, welche Kulturen bzw. Sorten sie anbauen. Diese müssten auch die klimatische Veränderungen überstehen können. 

Ausbau von Forschung und Entwicklung

Es benötige einen Ausbau der Forschung und Entwicklung, um Kulturen hitzeresistenter und beständiger zu machen. Auch die Bewässerungssysteme müssten besser ausgebaut werden, damit Grundwasser besser in Extremregionen, wie den Osten, kommt. Um dies zu bewerkstelligen brauche es eine Zusammenarbeit der Betriebe, dem Bund und den Ländern, um die nötige Infrastruktur zu schaffen. 

Mais und Kartoffel bleiben 

Die Notwendigkeit, auf andere Kulturen wie Reis oder Feigen umzusteigen, sieht Moosbrugger nicht: "Obst und Getreide gehört zur österreichischen Landwirtschaft dazu". Auch die Sortenvielfalt sei in Österreich gesichert und würde stetig ausgebaut werden. 

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz