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2021 brachte höchste Preissteigerung seit zehn Jahren

20. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Verbraucherpreise (VPI) in Österreich sind im Dezember 2021 um 4,3 Prozent gestiegen. Den Löwenanteil machen Verkehr und Wohnen aus. Auf das ganze Jahr gerechnet brachte 2021 auf einem Zehn-Jahres-Höchstwert.

In Österreich sind die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr durchschnittlich um 2,8 Prozent gestiegen und damit doppelt so stark wie im den vergangenen zwei Jahren. Die Inflation war damit auf dem höchsten Wert seit zehn Jahren, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit. Im Dezember war die Teuerungsrate mit 4,3 Prozent gleich hoch wie im November. Gegenüber dem Vormonat war das durchschnittliche Preisniveau im Dezember um 0,6 Prozent höher.

Preistreiber Verkehr und Wohnen

"Angeheizt wurde die Teuerung von starken Preisanstiegen bei Treibstoffen und Haushaltsenergie - ohne sie hätte die Inflationsrate 1,8 Prozent betragen", erklärte Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. "Hintergrund sind nicht zuletzt die Rohölpreise auf den Weltmärkten, die im letzten Jahr um mehr als 50 Prozent zugelegt haben."Die Ausgaben für Verkehr und Wohnen waren für drei Fünftel der Inflation verantwortlich. Die auf europäischer Ebene harmonisierte Inflationsrate (HVPI) betrug im Dezember 3,8 Prozent.

Sprit um fast ein Drittel teurer 

Die Preise für Verkehr stiegen im Jahresvergleich durchschnittlich um 12,0 Prozent und damit etwas weniger als im November (+12,2 Prozent). Sie beeinflussten die allgemeine Teuerung mit +1,64 Prozentpunkten. Hauptverantwortlich waren die Treibstoffpreise, die um 32,9 Prozent höher waren als vor einem Jahr.

Für Wohnung, Wasser, Energie musste durchschnittlich um 5,4 Prozent mehr bezahlt werden (Einfluss: +1,00 Prozentpunkt). Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke kosteten durchschnittlich um 1,7 Prozent mehr.

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält und den täglichen Einkauf repräsentiert, stieg im Jahresvergleich um 4,6 Prozent (November: +3,9 Prozent). Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresabstand um 9,4 Prozent (November: +10,0 Prozent).

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam