APA/MICHAEL WALCHER

Hypo-Prozess um Fairness-Opinion: Strafe gegen Tilo Berlin bestätigt

10. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Nachdem im Hypo-Prozess um die von Vienna Capital Partners für die Hypo erstellte Fairness Opinion die Schuldsprüche bestätigt worden waren, hat nun auch das Oberlandesgericht (OLG) Graz über die Strafhöhe entschieden.

Gerichtssprecherin Elisabeth Dieber bestätigte am Donnerstag auf APA-Anfrage einen entsprechenden Bericht der "Kronen Zeitung". Demnach wurde die Strafhöhe gegen die Ex-Vorstände Tilo Berlin (34 Monate Haft) und Josef Kircher (ein Jahr) bestätigt.

Reduziert wurde hingegen die Strafe des dritten Angeklagten, Vienna-Capital-Partners-Chef Heinrich Pecina: Anstatt 18 Monate bedingt erhielt er zwölf Monate bedingt. Auch bei der ausgesprochenen Geldstrafe hat sich etwas getan, die Höhe der 720 Tagessätze wurde mit 50 Euro anstatt mit 200 Euro festgelegt.

Angeklagter geständig

Die Hypo hatte die Kosten für die im Zusammenhang mit dem Verkauf an die Bayerische Landesbank benötigte Fairness Opinion in Höhe von netto 3,8 Mio. Euro selbst bezahlt. Die Staatsanwaltschaft hatte die Ansicht vertreten, dass die Kärntner Landesholding als Verkäuferin der Bank - die Holding hatte die Anteile des Landes Kärnten verwaltet - diese Kosten tragen hätte müssen. Das Geld floss über mehrere Scheinrechnungen an Pecinas Unternehmen Vienna Capital Partners. Dieser zeigte sich als einziger Angeklagter von Anfang an geständig. 2020 war das Urteil gefallen, im August 2021 hatte der Oberste Gerichtshof die Schuldsprüche gegen Berlin, Kircher und Pecina bestätigt.

Quelle: Agenturen / koa