APA - Austria Presse Agentur

Homeoffice lässt Energiekosten steigen: 600 Euro keine Seltenheit

04. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

An Homeoffice-Tagen steigt der Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent, schätzt die Wien Energie. Das wirkt sich nun auch bei vielen in der Jahresabrechnung von Strom und Gas aus – in Form einer saftigen Nachzahlung.

Auch auf Kundinnen und Kunden, die seit Jahren schon in der gleichen Einstufung sind, kommt plötzlich eine Nachzahlung zu. Summen von beispielsweise 600 Euro sind für viele derzeit keine Seltenheit. Doch nicht jeder kann das problemlos stemmen, berichtet Wien Energie gegenüber dem ORF.

Bei Wien Energie, seien die Anfragen wegen Stundungen und Ratenzahlungen im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent gestiegen, berichtet "Radio Wien". Eine kulante Zahlungsvereinbarung sei problemlos möglich, so eine Sprecherin von Wien Energie. Wichtig sei, dass man sich im Fall von Zahlungsschwierigkeiten rechtzeitig mit der Rechnung, mit erster oder zweiter Mahnung aktiv mit Wien Energie in Verbindung setze.

Ombudsstelle kann helfen

Die Sprecherin betonte, dass keine Zusatzgebühren, Zinsaufschläge oder dergleichen verrechnet werden. Aktuell gibt es knapp 10.000 solcher Zahlungsvereinbarungen. "Durch die aktuelle Situation ist die Tendenz seit letztem Jahr leicht steigend." Wie sich die Nachfrage in den nächsten Monaten weiter fortsetzt, werde grundsätzlich vom Fortschreiten der wirtschaftlichen wie sozialen Lage abhängen, hieß es von Wien Energie weiter.

"Zusätzlich haben wir seit zehn Jahren eine Sozialombudsstelle im Unternehmen integriert. Darüber federn wir in Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen und Organisationen wie dem Roten Kreuz, der Caritas oder dem Fonds Soziales Wien soziale Härtefälle ab und stellen sicher, dass die Menschen auch in angespannten Situationen ein warmes Zuhause haben." Die Ombudsstelle komme dann ins Spiel, wenn mehrere Faktoren wie Arbeitslosigkeit, Krankheit, Verschuldung und schwierige Familiensituation zusammentreffen.

Quelle: Redaktion / koa