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Fitnesscentern fehlen ein Drittel der Neukunden

19. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Jänner und Februar spielen in der Fitnessbranche eine ganz wichtige Rolle, sagt WKO-Branchensprecher Christian Hörl im PULS 24 Interview. Umso schlimmer für die Betreiber, dass auch 2022 der Neukundenzuwachs "bescheiden" ausfällt. Zudem fehlen aufgrund der Corona-Pandemie laut Hörl "nach wie vor viele Stammkunden".

Endlich abnehmen und mehr Sport machen: Von diesen typischen Neujahrsvorsätzen angetrieben melden sich normalerweise viele Neukunden im Fitnesscenter an. Dadurch zählt der Jänner zu einem der umsatzstärksten Monate in den Studios. Doch auch hier hinterlässt die Corona-Pandemie ihre Spuren: "Ein wichtiger Monat im Neukundengeschäft ist nun wieder durch den Lockdown (im Dezember, Anm.) weggefallen und durch Omikron wird das Gute-Vorsätze-Thema überlagert", sagt der WKO-Branchensprecher Christian Hörl im PULS 24 Interview.

"Bescheidener" Zuwachs

Eine Umfrage der WKO zeigt, dass der Zuwachs bei fast allen befragten Fitnesscentern "bescheiden" ausfällt. Im Vergleich zu den Zahlen vor Pandemiebeginn – also vor zwei Jahren – fehlt ungefähr ein Drittel der Neukunden. "Das reicht nicht, um die Verluste auszugleichen", beklagt Hörl.

Schon im Dezember 2020 - also im zweiten Lockdown- sprach Christian Hörl mit PULS 24 über die finanzielle Lage der Fitnessstudios.

Durch die Einführung der 2G-Regel im Freizeitbereich sei es im Herbst dann zu einem weiteren Verlust von 15 Prozent gekommen. Die Konten der ungeimpften Mitglieder "sind ruhiggestellt" – das bedeutet, dass diese Mitglieder derzeit keine Beiträge zahlen müssen. Zudem würden generell "nach wie vor viele Stammkunden fehlen, die einfach in den zehn Monaten Lockdown gekündigt haben", sagt der Branchensprecher. Daher könnte es für "manche Clubs noch ganz schwierig werden".

Optimismus trotz Durststrecke

"Die Förderungen, die es gab, haben den Clubs sehr gut geholfen. Mit dem Moment der Öffnung hat es aber keine Förderungen mehr gegeben", erklärt Hörl im Interview. Daher würden viele wegen des Mitgliederschwunds nun finanziell "hinterher hängen". Seiner Einschätzung nach werden die Studios weitere zwei Jahre brauchen, um auf Vorkrisenniveau zu gelangen. Dennoch blicke die Branche optimistisch in die Zukunft, "weil wir überall sehen und hören, dass die Leute das Training machen wollen".

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea