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Löger soll VIG-Chef werden

14. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

In der Vienna Insurance Group (VIG) wurden heute die Weichen für die Neubesetzung der Chefetage gestellt. Demnach soll Vize-Konzernchef Hartwig Löger, Ex-Finanzminister und Kurzzeit-Kanzler für die ÖVP und davor UNIQA-Österreich-Chef, Vorstandsvorsitzender werden.

VIG-Vorstand Peter Höfinger wird sein Stellvertreter. Über diesen Vorschlag berät der Aufsichtsrat am 29. November. Die Mandate von Löger und Höfinger sollen jeweils vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2027 laufen.

Die langjährige Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group (VIG), Elisabeth Stadler, hatte Ende August angekündigt, dass sie ihre Mandat, das noch bis 30. Juni 2023 läuft, ausüben, aber nicht verlängern werde. Als Grund nannte die VIG damals in einer Aussendung das "im Jahr 2021 erreichte Pensionsalter".

Von Sebastian Kurz zum Finanzminister gekürt

Löger war im Jänner 2021 in den Vorstand des börsennotierten Versicherungskonzerns Vienna Insurance Group (VIG) eingezogen. Von 2011 bis November 2017 war er CEO der zur UNIQA-Gruppe gehörenden UNIQA Österreich gewesen. Davor arbeitete er bei der Allianz in der Steiermark, 1996/97 für die Grazer Wechselseitige und von 1997 bis 2002 Vertriebsleiter bei der Donau Versicherung.

Zwischen seinen Tätigkeiten im Versicherungsbereich hat Löger einen kurzen aber hochrangigen Ausflug in die Politik gemacht. Im Dezember 2017 wurde Löger vom damaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zum Finanzminister gekürt. Die Position behielt er bis Mai 2019. Nach dem Misstrauensantrag gegen die Kurz-Regierung war er im Zuge der Umbildung der Regierung eine Woche lang Vizekanzler und dann noch einmal eine Woche lang Bundeskanzler bis zur Angelobung der Übergangsregierung unter Brigitte Bierlein.

Quelle: Agenturen / ddj