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Uruguay schlägt Ghana, fährt aber ebenfalls nach Hause

02. Dez. 2022 · Lesedauer 3 min

Uruguay und Ghana haben sich im Gleichschritt von der Fußball-Weltmeisterschaft verabschiedet. Den Südamerikanern half am Freitag auch ein 2:0 (2:0) gegen die Westafrikaner nicht, da Südkorea im Parallelspiel gegen Portugal die drei Zähler einstreifen konnte. Ein Treffer fehlte der "Celeste" zum Aufstieg. Die Ghanaer hätten einen Sieg benötigt, um aus eigener Kraft den Einzug ins Achtelfinale zu schaffen. Auch sie verließen den Platz am Ende mit hängenden Köpfen.

In der Neuauflage des für Ghana bitter verloren gegangenen Viertelfinales von 2010 - Asamoah Gyan verschoss nach Suarez-Rot einen Strafstoß, Uruguay siegte im Elferschießen - hatten die "Black Stars" die große Chance, in Führung zu gehen. Andre Ayew scheiterte aber per Foul-Elfmeter an Uruguays Sergio Rochet (21.). Giorgian De Arrascaeta brachte Uruguay dann mit einem Doppelschlag in der 26. und 32. Minute auf Aufstiegskurs. Durch Südkoreas späten Treffer war alles am Ende Makulatur.

Uruguays Teamchef Diego Alonso stellte im Entscheidungsspiel auf eine Viererkette um, auf der Bank blieb Kapitän Diego Godin. Im Angriff erhielt Luis Suarez im Vergleich der bisher enttäuschenden Altstars den Vorzug vor dem ebenfalls 35-jährigen Edinson Cavani, im Mittelfeld begann De Arrascaeta - ein Schachzug, der sich auszahlen sollte.

Eine Viertelstunde tat sich wenig, ehe Ghana ein unliebsames Deja-vu der Ereignisse von 2010 erlebte. Jordan Ayew zog ab, Keeper Rochet konnte nur ungenügend parieren und nahm bei seiner folgenden Abwehraktion Mohammed Kudus mit. Der deutsche Referee Daniel Siebert gab nach VAR-Intervention Strafstoß, Andre Ayew ließ sich lange Zeit und scheiterte an Rochet.

Der Elfer zeigte dennoch Wirkung. Während Ghana haderte, beendete Uruguay seine Torsperre in Katar. Eine Hereingabe von rechts verpassten zwei Afrikaner, Suarez' Schuss konnte Ghanas Lawrence Ati Zigi noch abwehren, De Arrascaeta staubte aber per Kopf ab. Der 28-Jährige von Flamengo Rio legte kurz darauf nach. Wieder fand Uruguay mit einer schnellen Kombination Platz in Ghanas Hintermannschaft, nach einem Schupfer von Suarez traf De Arrascaeta volley. Einzig eine Verletzung von Mittelfeldmotor Rodrigo Bentancur trübte die himmelblaue Freude, der Tottenham-Profi musste vom Feld.

Ghana fing sich bis zum Pausenpfiff nicht mehr, vor dem Abgang in die Kabine steckten Ayew und Co. noch am Spielfeld die Köpfe zusammen. Die "Black Stars" mussten eine Reaktion zeigen. Trainer Otto Addo traute sie den Ayew-Brüdern offenbar nicht zu, beide kehrten in der zweiten Halbzeit nicht mehr aufs Feld zurück.

Ghana konnte sich Vorteile verschaffen, da Uruguay schon im Verwaltungsmodus war. Siebert schritt noch einmal zum Bildschirm, nachdem Nunez im Zweikampf mit Daniel Amaltey zu Fall gekommen war. Ein Elfer blieb aber aus. So rannten die Minuten herunter, weil Ghana zu ideenlos agierte. 85 Minuten waren gespielt, als die Kunde von Südkoreas Führung eintraf. Nervosität machte sich auf Uruguays Bank breit. Suarez und Nunez waren schon vom Feld, Cavani wurde im Strafraum gesucht. Der Mittelstürmer monierte in der 93. Minute vergeblich Elfmeter, der VAR griff nicht ein. Auch acht Minuten Nachspielzeit rannten herunter. Die Uruguayer beendeten die Partie im Disput mit Siebert.

Quelle: Agenturen