Tschofenig/Hörl gewinnen Super-Team-Weltcup in Lahti
Der blendend aufgelegte Tschofenig, der nach seinem zweiten Platz am Freitag tags darauf seinen dritten Saisonsieg nachgelegt hatte, überzeugte in den drei Durchgängen mit Weiten von 129, 128,5 und 126,5 Metern. Hörl, Sechster am Samstag, steigerte sich von Sprung zu Sprung und landete bei 120, 126,5 und 129 m. Das finnische Duo Antti Aalto und Niko Kytosaho überflügelte im Finale noch Deutschland (4.), die Schweiz (5.) und Norwegen (6.).
"Das waren heute grandiose Sprünge. Ich bin sehr zufrieden damit, wie das Wochenende verlaufen ist, so darf es weitergehen", sagte Tschofenig. Hörl lobte seinen Partner und war mit der eigenen Leistung nicht restlos zufrieden. "Tschofe war heute wieder in einer eigenen Liga. Mein erster Durchgang war nicht das Gelbe vom Ei, aber der zweite und der dritte waren wieder sehr gut", sagte der in letzter Zeit von Rückenschmerzen geplagte Salzburger.
Mitfavorit Japan hingegen wurde nach dem ersten Sprung in Führung liegend disqualifiziert, weil die Skilänge von Ren Nikaido um einen Zentimeter zu lang war. Der Vortagesdritte Ryoyu Kobayashi durfte keinen Sprung zeigen, weil Nikaido bei der Kontrolle zu wenig Gewicht auf die Waage brachte. Auch Kasachstan wurde wegen zu großer Skisprungschuhe aus der Wertung genommen.
Vor zwei Monaten hatte in Zakopane mit den Super-Team-Olympiasiegern Hörl und Stephan Embacher ebenfalls ein rot-weiß-rotes Duo triumphiert. Zudem setzten die ÖSV-Adler ihre makellose Podestserie auch im neunten Super-Team-Bewerb seit der Einführung in der Saison 2022/23 fort. Im Skisprung-Weltcup stehen am kommenden Wochenende noch zwei Großschanzen-Bewerbe am Holmenkollen in Oslo auf dem Programm, ehe der Olympia-Winter mit Skifliegen in Vikersund und Planica abgeschlossen wird.
Zusammenfassung
- Daniel Tschofenig und Jan Hörl haben den Super-Team-Weltcup in Lahti mit 21,8 Punkten Vorsprung auf Slowenien gewonnen, während Finnland mit 53,3 Punkten Rückstand erstmals seit zwölf Jahren wieder auf das Podest sprang.
- Tschofenig überzeugte mit Sprüngen von 129, 128,5 und 126,5 Metern, Hörl steigerte sich von 120 über 126,5 auf 129 Meter und sicherte dem ÖSV-Duo damit den zweiten Saisonsieg im zweiten Super-Team-Bewerb.
- Das japanische Team wurde nach dem ersten Sprung wegen zu langer Ski disqualifiziert, auch Kasachstan wurde wegen zu großer Skisprungschuhe aus der Wertung genommen.
