APA - Austria Presse Agentur

Trotz Problemen: LASK will gegen Austria Schlagzahl erhöhen

11. Sept 2021 · Lesedauer 4 min

Der LASK will in der 7. Runde der Fußball-Bundesliga gegen die Austria trotz Abwehrsorgen das Dutzend voll machen. In einer Partie zweier den eigenen Erwartungen hinterherlaufenden Teams wollen die gegen die Wiener seit elf Ligaspielen ungeschlagenen Linzer am Sonntag den zweiten Saisonsieg holen. Mit Sorgen auf der Torhüter-Position geht der SCR Altach in die Partie gegen die SV Ried. Sturm Graz will indes im Duell mit Austria Klagenfurt Platz zwei in der Liga nicht abgeben.

Dominik Thalhammer sprach aus, was den LASK und die Austria plagt. "Es ist ein Spiel von zwei Mannschaften, die aus meiner Sicht nicht auf den Tabellenplatz gehören, wo sie aktuell stehen", meinte der LASK-Coach. Seine Mannschaft ist aktuell nur zwei Zähler vor der Austria Achter. Erst einen Saisonsieg gab es für die Athletiker bisher. Ein Erfolgserlebnis wäre für die Linzer auch im Hinblick auf den Auftakt in der Conference League am Donnerstag bei HJK Helsinki wichtig. Doch den LASK plagen Probleme. Mit Philipp Wiesinger (Adduktoren), Peter Filipovic und Yannis Letard (beide Muskelverletzungen) sind drei Innenverteidiger derzeit verletzt. Im Angriff fehlt der ebenfalls verletzte Alexander Schmidt. Mit Sascha Horvath steht ein weiterer ehemaliger Violetter vor seinem Debüt für die Linzer.

Die Austria hat gegen den LASK in der Liga elf Spiele nicht gewonnen und ging dabei achtmal als Verlierer vom Platz. Die Favoritner plagt ebenfalls eine Punktemisere. Manfred Schmid bleibt zuversichtlich. "Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft die Tabellensituation voll angenommen hat. Jetzt liegt es an uns, zu beweisen, dass wir nicht da unten hingehören. Im Training war die Mannschaft gewillt und bereit, das zu zeigen", meinte der Austria-Trainer.

Bei Altach gibt es derzeit eine Goalie-Diskussion. Einser-Torhüter Tino Casali sowie sein Stellvertreter Jakob Odehnal sind verletzt, der vor der Saison zur Nummer drei degradierte Martin Kobras kommt damit zu seinem zweiten Saison-Einsatz. Mit Ried kommt allerdings der Lieblingsgegner der Altacher aus der vergangenen Saison ins Ländle. Drei Siege und ein Unentschieden verzeichneten die Vorarlberger gegen die Innviertler 2020/21. Trainer Damir Canadi erwartet ein defensiv angelegtes Spiel: "Ried steht sehr tief und lauert auf Konter. Sie haben ihre Stärken ganz klar in der Defensive, stehen sehr kompakt und lassen extrem wenig zu."

Ried kommt derweil nach dem 1:0-Sieg im OÖ-Derby gegen den LASK und Tabellenplatz drei mit breiter Brust nach Vorarlberg. Bereits zehn Punkte stehen auf dem Konto der Innviertler, die allerdings auf fremden Plätzen erst einen Zähler einfahren konnten. Auch Coach Andreas Heraf prognostiziert eine eher defensive Partie, nicht zuletzt weil es der SCR lieber habe, wenn der Gegner das Spiel machen müsse. "Altach ist ein Gegner, der gerne tief steht. Vielleicht sogar noch tiefer als wir. Sie haben jedenfalls eine ähnliche Spielweise wie wir. Es wird ein taktisches Spiel, bei dem vielleicht nicht viele Tore fallen werden." Ein Sieg ist das erklärte Ziel von Heraf.

Sturm hat sich als erster Verfolger der noch makellosen Salzburger etabliert. Die Kärntner können ebenfalls auf Erfolgserlebnisse bauen. "Mit fünf Ausschlüssen haben sie bis jetzt grandiose acht Punkte geholt", meinte Sturm-Trainer Christian Ilzer über den Gegner. Auch am Sonntag wird Klagenfurt wieder ein Akteur gesperrt fehlen. Torhüter Phillip Menzel wird von Lennart Moser ersetzt. Bei Sturm fehlen voraussichtlich Akteure, die angeschlagen von ihren Einsätzen in den diversen National-Auswahlen nach Graz zurückkamen.

Mit einem Sieg im durchaus mit Emotionen behafteten Vergleich Graz gegen Klagenfurt - 7.500 Karten waren bis Freitagmittag verkauft - will sich Sturm laut Ilzer jedenfalls "vorne festbeißen". Die Favoritenrolle "hängen wir uns um", sagte er. Was Ilzer ein wenig missfallen dürfte, war der Trubel um Sturms Comeback in einer europäischen Gruppenphase in der kommenden Woche. Auswärts geht es zum Auftakt der Europa League am Donnerstag gegen die AS Monaco. "Wenn man in der Liga nicht fokussiert ist, nicht diese Leidenschaft und Emotion ins Spiel legt, ist in der Bundesliga nichts zu holen", warnte er.

Die Klagenfurter reisen durchaus optimistisch an. "Wir wollten in den vergangenen Wochen aufholen, was wir in der doch schwierigen Vorbereitung versäumt haben, dazu frisch werden. Den positiven Trend aus der Liga hat man gegen den GAK (im Cup, Anm.) gesehen", meinte Trainer Peter Pacult. Für den Aufsteiger kommen nun mit Sturm und dem LASK "Gegner, die andere Ansprüche haben und qualitätsmäßig anders aufgestellt sind". Dennoch wolle man den eigenen Prinzipien treu bleiben. "Wir wollen unsere Spielweise auch gegen Sturm durchsetzen."

Quelle: Agenturen