Impfkampagne gegen Corona soll im Jänner 2021 starten

24. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Die Impfungen gegen das Coronavirus sollen im Jänner 2021 starten. Das hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Dienstag angekündigt.

Demnach sollen die Impfungen in Alters- und Pflegeheimen bei Menschen über 65 und beim Personal beginnen. Höchste Priorität haben auch Hochrisikogruppen mit definierten Vorerkrankungen sowie Pflege- und Gesundheitspersonal in Spitälern, Ordinationen, Rettungsorganisationen und sozialen Diensten. 200 Millionen Euro stehen für den Ankauf von 16,5 Millionen Dosen mehrerer Hersteller zur Verfügung, so Anschober.

Clemens-Martin Auer, Sonderbeauftragter für Gesundheit, sagte, dass höchstwahrscheinlich im Jänner/Februar 2021 rund eine Million Impfdosen für Österreich geliefert werden. Für Februar/März rechnet er mit weiteren zwei Millionen Impfdosen. Es bleibe also auch im nächsten Jahr wichtig, die Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.

Wie realistisch ist der Impf-Zeitplan für Österreich ist

PULS 24 Reporter Paul Batruel erklärt im Gespräch mit PULS 24 Anchor Thomas Mohr welche Bevölkerungsgruppen bei der geplanten Impfung Vorrang haben werden und wie realistisch der Zeitplan des Ministeriums ist.

Der Gesundheitsminister will eine Durchimpfungsrate von deutlich über 50 Prozent erreichen. Ab dem zweiten Quartal 2021 soll auch die allgemeine Bevölkerung geimpft werden. Grundsätzlich sagte der Ressortchef, dass die Sicherheit an allererster Stelle stehe und nicht der Zeitfaktor.

Nach Massentest kommt Massenimpfung

Der Impfstoff ist bereits in Sicht. Bald nach den geplanten Massentests im Dezember soll es auch die erste Massenimpfungen geben.

Anschober präsentierte wie immer auch die aktuellen Zahlen: "Wir verzeichnen leichte Rückgänge", sagte der Gesundheitsminister. In den vergangenen 24 Stunden gab es demnach 4.377 Neuinfektionen bei 28.070 eingemeldeten PCR-Tests. Das liege "deutlich oder klar" unter den Werten an den vorhergehenden Dienstagen im November. 7.093 Menschen wurden in den vergangenen 24 Stunden als genesen gemeldet. Anschober sah die Entwicklung der Zahlen als Folge des Lockdowns.

Neuer Rekord bei Toten und Intensivpatienten

Schlechte Nachrichten kamen allerdings aus den Krankenhäusern: In den vergangenen 24 Stunden wurden 118 an oder mit Covid-19 gestorbene Patienten gemeldet. Auf den Intensivstationen lagen erstmals mehr als 700 Corona-Patienten - genau 704 und damit um 19 mehr als am Vortag. Allerdings verlangsame sich der Zuwachs auf den Intensivstationen, so Anschober - man liege jetzt bei sieben Prozent Zuwachsrate, war aber schon einmal bei 30 Prozent.

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Quelle: Agenturen / Redaktion / hos