APA - Austria Presse Agentur

Salzburg empfängt WAC, Sturm gastiert beim LASK

27. Apr 2021 · Lesedauer 3 min

Spitzenreiter Red Bull Salzburg will am Mittwoch (18.30 Uhr) in der Meistergruppe der Bundesliga den nächsten Schritt in Richtung Titelverteidigung machen. Für die "Bullen" ist das Duell gegen den WAC aber gleichermaßen die Generalprobe für das Cupfinale mit dem LASK drei Tage später. Die zuletzt wenig erfolgreich agierenden Linzer hoffen ihrerseits gegen Sturm Graz auf Zählbares. Der Tabellenzweite Rapid Wien gastiert bei Schlusslicht WSG Tirol.

"Wir haben mit dem Spiel in der Meisterrunde und dem Cup-Finale eine besondere Woche vor uns. Die beste Vorbereitung für das Cupfinale ist eine gute Leistung am Mittwoch. Aber sicher werden wir ein paar neue Spieler auf den Platz bringen", kündigte Salzburg-Trainer Jesse Marsch an. Am Wochenende hatte er gegen den WAC wieder seiner Stammelf vertraut, im Rotationsfall lief es bei den "Bullen" heuer zumeist etwas unrund. Sicher fehlen wird Antoine Bernede, der nach seinem Rotfoul an WAC-Akteur Dario Vizinger gesperrt ist.

Die Kärntner wollen es dem Favoriten nach der knappen 1:2-Niederlage aber wieder schwer machen. WAC-Interimstrainer Roman Stary durfte da bis zum Schluss mit einem Punkt spekulieren, "dank Glück und Goalie Kuttin", wie er sagte. "Wir haben uns gut präsentiert", befand Stary, dem vor allem das Spiel gegen den Ball, das Anlaufen der Kontrahenten gefiel. "Wenn wir noch einen Tick mehr Entschlossenheit und Risiko zeigen ..., da hab ich schon noch an einen Lucky Punch geglaubt", erinnerte er sich an die finale Phase der Partie. Und versprach: "Wir werden alles daran setzen, dass wir sie noch einmal ärgern können."

Unter Zugzwang befinden sich die Athletiker aus Linz gegen Sturm Graz, beendete das Team von Trainer Dominik Thalhammer doch die Hinserie in der Meistergruppe mit nur vier Punkten aus fünf Spielen. Thalhammer war beim Viertplatzierten als Psychologe gefragt. "Wir haben versucht, das letzte Spiel knallhart und schonungslos aufzuarbeiten und haben heute auf der anderen Seite versucht, das Vertrauen der Mannschaft zu heben und ihr zu zeigen, wo die eigentliche Benchmark liegt."

Die Stimmung bei Sturm wirkt vor der Partie gelöst. Das Team gewinnt verlässlich das Gros der Zweikämpfe, stellt mit einem Gegentor pro Spiel weiter die beste Defensive der Liga und greift nun in einer Umbruchsaison nach dem dritten Platz. Bei einem weiteren Sieg gegen den LASK hätte Sturm, das bei Punktegleichheit vorgereiht wird, schon vier Zähler Vorsprung. Am Grundrezept, das möglichst schnelle Spiel in die Spitze, wird Sturm-Coach Christian Ilzer aber nicht rütteln. Auch aus Respekt vor der "absoluten Spitzenmannschaft" LASK: "Jeder Pass, den du quer spielst, ist ein Pressingpunkt für den LASK", so Ilzer.

Beim Gastspiel in Tirol peilt Rapid Wien den nächsten Dreier an, um den zweiten Tabellenplatz hinter Salzburg abzusichern. "Man hat gesehen, dass Wattens eine Mannschaft ist, die zurecht da oben steht. Wenn jetzt einer erwartet, dass das leichter wird, dann ist er am falschen Dampfer. Wir brauchen eine ähnliche Leistung, damit wir da zu Punkten kommen", betonte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer. "Wir können uns in die Position bringen, dass es leichter wird", meinte Kühbauer mit Blick auf den Kampf um Platz zwei in der Fußball-Bundesliga.

WSG-Trainer Thomas Silberberger plagen vor dem Duell Personalsorgen, da Innenverteidiger Raffael Behounek nach seiner fünften Gelben gesperrt ist und Linksverteidiger Fabian Koch nach einer Gehirnerschütterung ausfällt. "Wir sind unangefochten Nummer eins bei den Spielern mit mehr als 2.000 Spielminuten in dieser Saison. Wir haben gleich sieben davon, Red Bull Salzburg dagegen einen einzigen, Rapid auch nur drei", erklärte der Wattens-Coach, dass er im Gegensatz zu den anderen Meistergruppen-Teams nicht viel rotieren könne. Die Tiroler waren am Sonntag in Wien mit 0:4 untergegangen. Damit diesmal wieder Zählbares rausschaut, "brauchen wir einen sehr, sehr guten Tag", glaubt der 47-Jährige.

Quelle: Agenturen