APA - Austria Presse Agentur

Ried trennt sich von Trainer und Sportchef Baumgartner

15. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

Fußball-Bundesligist SV Ried hat Trainer und Sportchef Gerald Baumgartner am Dienstag beurlaubt. Der 56-Jährige war seit Jänner 2019 im Amt und hatte den Club in der Saison 2019/20 zurück ins Oberhaus geführt. Dort sind die drei Runden sieglosen Innviertler nach elf Spielen mit zehn Punkten Zehnter. Der Polster auf Schlusslicht Admira beträgt nur noch drei Punkte. Interimistisch bis Weihnachten übernimmt Gerhard Schweitzer, im Ligaspiel am Sonntag wartet auswärts WSG Tirol.

"Wir sind jetzt zum Schluss gekommen, dass wir alles unternehmen müssen, um wieder mehr Selbstvertrauen und Euphorie in die Mannschaft zu bringen. Wir brauchen jetzt neue Impulse, damit wir auch in dieser Saison unsere Ziele erreichen können", wurde Ried-Geschäftsführer Rainer Wöllinger in einer Club-Aussendung zitiert. Die Entscheidung sei dem Vorstand alles andere als leicht gefallen, auch da man mit Baumgartner das große Ziel Wiederaufstieg geschafft habe.

Doch schon im vergangenen Sommer hatte es nach dem fixierten Sprung ins Oberhaus Diskussionen über die Personalie Baumgartner gegeben. Die setzten sich während der Saison fort, da es nach dem Auftakt-3:2 gegen WSG Tirol fünf Liga-Niederlagen in Folge und das Out in der 2. ÖFB-Cup-Runde gegeben hatte. Mit einem 2:0 gegen Hartberg und 4:3 gegen Rapid zog der Salzburger damals noch den Kopf aus der Schlinge, die einem 1:1 beim WAC folgenden Niederlagen im Derby beim LASK (0:3) und vor allem das Heim-1:4 gegen den Vorletzten Altach am Samstag waren letztlich ausschlaggebend für die Trennung.

"Wir gehen im Guten auseinander", betonte Baumgartner. Zwei "sehr intensive Jahre" liegen hinter dem Ex-Austria-Trainer. "Wir haben unsere Ziele in einer schwierigen Zeit erreicht und ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam unser aktuelles Ziel, den Klassenerhalt, auch mit mir geschafft hätten. Großen Dank von meiner Seite an alle Spieler, dem Betreuerteam und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich wünsche der SV Ried weiterhin viel Erfolg", erklärte Baumgartner.

Dass Co-Trainer Schweitzer zumindest vorerst wieder einmal ins erste Glied aufrückt ist nichts Neues, dies war in den vergangenen Jahren schon öfters der Fall. Auch in dieser Saison hatte er aufgrund einer krankheitsbedingten Abwesenheit von Baumgartner bereits das Training für einige Zeit hauptverantwortlich geleitet und dabei auch den 4:3-Sieg gegen Rapid als Coach auf der Linie eingefahren. Das war einer von bisher drei Saisonsiegen, ein weiterer gelang gegen WSG Tirol. Vielleicht ein gutes Omen vor dem Auftritt beim starken Fünften in Innsbruck.

Quelle: Agenturen