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Kriechmayr Super-G-Zweiter in Bormio - Odermatt gewinnt

29. Dez. 2022 · Lesedauer 3 min

Nach seinem Abfahrtssieg am Mittwoch hat Ski-Ass Vincent Kriechmayr auch am Donnerstag in Bormio beim Weltcup-Super-G als Zweiter den Sprung aufs Podium geschafft.

Der Oberösterreicher musste sich nur dem Schweizer Marco Odermatt um 64/100 Sek. geschlagen geben, dem auf der anspruchsvollen Stelvio-Piste eine Traumfahrt gelang. Das Rennen, in dem Daniel Hemetsberger hinter dem Schweizer Loic Meillard Vierter wurde, stand im Schatten des Rücktritts von ÖSV-Star Matthias Mayer.

Überraschender Rücktritt

Der Dreifach-Olympiasieger aus Kärnten hatte vor dem dritten Super-G dieser alpinen Ski-Weltcup-Saison für alle völlig überraschend erklärt, dass er mit sofortiger Wirkung seine Rennski an den Nagel hänge. Die Nummer sechs, mit der Mayer eigentlich an den Start hätte gehen sollen, blieb daher im Rennen frei. "Ich wollte das schon immer mal machen, spontan einfach aufhören, ich brauche jetzt keinen fixen Grund dafür eigentlich", lautete die verblüffende Erklärung des 32-Jährigen im ORF-Gespräch.

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Kriechmayr, der erklärte, dass im Team bis zum Start wohl alle an Mayer gedacht haben, zeigte sich auf der Strecke jedoch fokussiert und legte im oberen Teil Bestzeit hin. Bis zum Schlussabschnitt bot der 31-Jährige als Einziger Odermatt Paroli, bevor ihm ein wenig die Kraft ausging. "Müde war ich und dann habe ich es zu taktisch angelegt. Und wenn du es taktisch anlegst und ein anderer gibt Gas bis zum Ende, dann kriegst halt eine aufpaniert", so Kriechmayr, der unten sieben Zehntel auf den Schweizer Sieger verlor. Seine Fahrt bescherte dem ÖSV-Speedfahrer aber sein bereits fünftes Stockerl in Bormio.

Odermatt eine Klasse für sich

Odermatt war jedoch auf der Stelvio eine Klasse für sich, auch ein Fehler im oberen Teil konnte den Schweizer nicht bremsen. Der Eidgenosse feierte seinen fünften Saisonsieg, den zweiten im Super-G. Für den 25-Jährigen war es der 16. Weltcupsieg insgesamt, damit baute er seine deutliche Führung im Gesamtweltcup weiter aus.

Für ein mannschaftlich starkes ÖSV-Ergebnis sorgten Hemetsberger (+1,36 Sek.), der als Vierter das Podest nur um 14/100 verpasste und Stefan Babinsky als Neunter (+2,20). Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde (+2,15) fand sich als Achter im Feld der Geschlagenen wieder. Raphael Haaser schied ebenso aus wie Dominik Paris mit Startnummer eins.

Für eine Unterbrechung und schmunzelnde Gesichter sorgte ein Hund, der nach 33 Läufern auf die Piste breschte und lange die teils doch eisige Strecke runterlief. Der nächste Super-G findet am 13. Jänner in Wengen statt.

Quelle: Agenturen