APA - Austria Presse Agentur

Keine Impfung: Gritsch verpasst Ski-Weltcup in Killington

24. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Die Technik-Spezialistin Franziska Gritsch wird die alpinen Ski-Weltcup-Rennen in Killington am Wochenende verpassen. Wie die Tirolerin in den Sozialen Medien bekannt gab, sei sie nicht geimpft. Gritsch kann in die USA damit nicht einreisen.

"Das Leben führt uns zu Kreuzungen, wo wir Entscheidungen treffen müssen. Meine Entscheidung ist, dass ich aktuell nicht geimpft bin. Ich denke, es ist eine sehr persönliche und individuelle Entscheidung und wünsche mir, dass diese akzeptiert und auch respektiert wird", schrieb Gritsch in einem Posting auf Instagram und Facebook. 

Die 24-Jährige hatte im ersten Slalom von Levi zuletzt die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst, im zweiten Bewerb in Finnland schied sie im ersten Durchgang aus. In Kilington wird sie im elfköpfigen Aufgebot der ÖSV-Damen fehlen. 

Gritsch: "Bleib dir selbst treu"

In dem Posting schreibt die Tirolerin weiteres, dass es "nicht die leichteste Entscheidung" gewesen sei. Wenn sie jedoch eines gelernt hätte, dann sei das "steh hinter dem, wovon du überzeugt bist, bleib dir selber treu und sei du selbst. Als Mensch, als Spitzensportlerin und als Charakter." Zudem bedankt sie sich "bei meiner Familie und Freunden, meinen Trainern und allen Beteiligten, die jeden Tag versuchen, das Beste mit mir zu kreieren und aus mir rauszuholen, trotz der ganzen Umstände."

Gritsch ist die erste ÖSV-Läuferin, die öffentlich bekannt gibt, nicht geimpft zu sein. Vor wenigen Wochen hatte der ÖSV auf PULS 24-Anfrage verlautbart, dass 90 Prozent des Athletinnen und Athleten im A-Kader geimpft seien. 

Sollte Gritsch ihrer Linie treu bleiben, käme auch ein Start bei den Olympischen Spielen in Peking im Februar nicht in Frage. Für eine Teilnahme an dem Großereignis muss man als Sportlerin geimpft seien. 

Maximilian PatakQuelle: Agenturen / Redaktion