Sturm "Harry" trifft Süditalien mit heftigen Regenfällen
In Giampilieri Marina bei Messina wurde eine Pflegeeinrichtung mit 32 Bewohnern evakuiert, weitere Räumungen gab es in Küstenorten bei Acireale in der Provinz Catania. In der Ortschaft Santa Teresa di Riva stürzte ein Auto in eine durch das Unwetter entstandene Senke. Der Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, wie Medien berichteten.
Auf dem Vulkan Ätna retteten Einsatzkräfte eine Schweizer Touristenfamilie, die in einen Schneesturm geraten war. Die drei Personen, darunter ein vierjähriges Kind, zeigten Anzeichen von Unterkühlung. Rund 200 sizilianische Kommunen aktivierten ihre Krisenzentren, etwa 150 schlossen vorsorglich Schulen. Im Einsatz sind nach Behördenangaben rund 200 Mitarbeiter des Zivilschutzes, etwa 1.000 freiwillige Helfer sowie mehrere tausend Kräfte von Feuerwehr, Forstbehörden und Kommunen.
Auf Sardinien wurden zwei am Montag vermisste Schäfer in der Region Ogliastra lebend gefunden. Das Hochwasser verursachte schwere Schäden: In der Provinz Sassari wurden eine Staatsstraße und mehrere Provinzstraßen wegen Überschwemmungen und Erdrutschen gesperrt. Auch in Kalabrien kam es zu Verkehrsbehinderungen. Die Behörden rechnen bis mindestens Mittwoch mit weiterem Starkregen, Sturm und schwerer See.
Zusammenfassung
- Der Sturm 'Harry' hat in Süditalien für schwere Unwetter gesorgt und in großen Teilen von Sizilien, Sardinien und Kalabrien die höchste Warnstufe ausgelöst.
- Auf Sizilien wurden rund 190 Menschen evakuiert, darunter 32 Bewohner einer Pflegeeinrichtung, während auf Sardinien zwei vermisste Schäfer lebend gefunden wurden.
- Im Einsatz sind etwa 200 Mitarbeiter des Zivilschutzes, rund 1.000 freiwillige Helfer sowie mehrere tausend Kräfte von Feuerwehr, Forstbehörden und Kommunen, und die Behörden rechnen weiterhin mit Starkregen und Sturm bis mindestens Mittwoch.
