Hämmerle bei Olympia-Generalprobe im Snowboard-Cross Zweiter
In den ersten beiden Einzelrennen der Saison war Hämmerle nicht über Rang elf hinausgekommen. Platz zwei einen Monat vor den Winterspielen in Mailand/Cortina war für den Goldmedaillengewinner von 2022 eine große Erleichterung. Hämmerle saugte sich im Halbfinale aus dem Windschatten noch zum Sieg. Im Endlauf versuchte er eine ähnliche Taktik, kam aber nicht mehr an Premierensieger Lambert vorbei. Im Fotofinish behauptete Hämmerle gegen den US-Amerikaner Nathan Pare Rang zwei.
Erneut spielte der Windschatten auf der Zielgeraden eine entscheidende Rolle, Hämmerle investierte daher nicht alles in den Start. "Das ist nicht mein Fahrstil, aber ich kann das auch", meinte er. "Das tut richtig gut, so ein Ergebnis habe ich gebraucht. Dieser zweite Platz ist zum besten Zeitpunkt gekommen. Ich war zwar auch schon in den letzten Rennen gut drauf, aber der Knopf wollte einfach nicht aufgehen. Das ist zum Glück jetzt passiert."
Lambert baute seine Führung im Cross-Weltcup mit seinem Premierensieg aus. Dusek ist Vierter, Hämmerle Fünfter. Pachner war in der Quali Zweitschnellster, holte als 13. aber immerhin sein bestes Saisonergebnis. Bei den Frauen kam Pia Zerkhold nach einem neuerlichen Viertelfinal-Aus nicht über Rang 16 hinaus. Ursprünglich waren vor Olympia in Isola 2000 in Frankreich und Gudauri in Georgien noch zwei weitere Weltcups angesetzt. Die Veranstalter hatten diese aber jeweils bereits vor Saisonstart zurückgezogen.
Zusammenfassung
- Olympiasieger Alessandro Hämmerle fuhr beim letzten Snowboardcross-Weltcuprennen vor den Olympischen Spielen in Dongbeiya auf Platz zwei und musste sich nur Adam Lambert aus Australien geschlagen geben.
- Der 32-jährige Vorarlberger erzielte damit sein bestes Saisonergebnis und zeigte sich erleichtert, nachdem er in den ersten beiden Einzelrennen nicht über Rang elf hinausgekommen war.
- Lambert baute mit seinem Premierensieg die Führung im Cross-Weltcup aus, während Jakob Dusek als Viertelfinal-Aus auf Platz 14 und Lukas Pachner als 13. ihr bestes Saisonergebnis holten.
