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Goggia gewann auch zweite Kanada-Abfahrt - Hütter Vierte

04. Dez. 2021 · Lesedauer 3 min

Sofia Goggia hat auch die zweite Weltcup-Abfahrt in Lake Louise überlegen gewonnen. Nach 1,48 Sekunden Vorsprung am Vortag setzte sich die italienische Olympiasiegerin am Samstag 0,84 Sekunden erneut vor der US-Amerikanerin Breezy Johnson durch. Dritte wurde die Schweizerin Corinne Suter. Für die ÖSV-Frauen verpasste nach Platz drei von Mirjam Puchner am Freitag diesmal Cornelia Hütter das Podest als Vierte um nur 0,18 Sekunden.

Die Steirerin hat seit dem Finale 2019 in Soldeu wegen mehrerer Verletzungen in den vergangenen zweieinhalb Jahren Rennstarts fast durchwegs verpasst. Im Vorwinter fuhr sie lediglich aus Gründen des Verletzungsstatus zwei Weltcup-Rennen in Italien. Auch wenn das Podest diesmal verpasst wurde, lieferten die ÖSV-Frauen mit den Plätzen vier (Hütter), fünf (Chrstine Scheyer), acht (Puchner), elf (Ramona Siebenhofer) und zwölf (Tamara Tippler) in den kanadischen Rocky Mountains erneut eine starke Teamleistung ab.

Beim Comeback der Nordamerika-Tournee nach der Vorjahres Absage wegen Corona fand das zweite Rennen des Kanada-Triplepacks der Alpinski-Frauen bei geänderten Bedingungen statt. Nach strahlendem Sonnenschein am Freitag hatten die Frauen am Samstag mit etwas Schneefall zu kämpfen.

Davon völlig unberührt fuhr Goggia - wieder mit Startnummer fünf - erneut souverän und wieder stand mit ihr die Siegerin früh fest. Auch wenn ihr Vorsprung diesmal "nur" 0,84 Sekunden betrug. Johnson hatte schon am Vortag unverdrossen für sich reklamiert, in der Olympia-Saison trotz Goggias Überlegenheit den Abfahrts-Weltcup gewinnen zu wollen.

"Die meisten werden meine Fahrt analysiert haben", hatten Goggias Befürchtungen nach ihrer vortägigen Fabelfahrt gelautet. Letztlich war am Samstag aber ihr 13. Weltcupsieg, der zehnte in der Abfahrt, nicht zu verhindern. Es war Goggias sechster Abfahrtssieg in Folge und sie landete in der siebenten Abfahrt in Serie auf dem Podest.

Goggia hatte im Vorjahr nach Platz zwei in Val d'Isere vier Mal in Folge (Val d'Isere, St. Anton und Crans Montana/2) gewonnen, ehe sie sich Ende Jänner am Knie schwer verletzte und wegen des vorzeitigen Saisonendes auch ihre Heim-WM in Cortina verpasste. Trotzdem war ihr die zweite Kristallkugel für den Abfahrtsweltcup nicht mehr zu nehmen gewesen. Seit Samstag gehört die 29-Jährige nun dem Kreis der Läuferinnen an, die mehr als zehn Weltcup-Abfahrten gewonnen haben. Außer Goggia ist nur Lara Gut-Behrami (11) noch aktiv.

Hütter hatte schon am Freitag gefallen und legte am Samstag trotz hoher Startnummer 27 nochmals nach. "Mein Ziel war schon eine Verbesserung gegenüber gestern", gab sich die Steirerin forsch. "Ich will immer hundert Prozent am Start stehen und keine halben Sachen machen", sagte Hütter im ORF-Fernsehen. Bei ihrer langen Verletzungspause seien sicherlich viele Faktoren zusammengekommen, die man von außen schwer beurteilen könne. "Aber sicher ist nicht alles optimal gelaufen. Das Leben schreibt eben seine Geschichten."

Nach den beiden Abfahrten wird das Kanada-Programm am Sonntag (18.30 Uhr) mit einem Super-G abgeschlossen. Danach geht es auch für die Frauen zurück nach Europa.

Quelle: Agenturen