APA - Austria Presse Agentur

Start von Impfphase 2 verzögert sich um zwei Wochen

03. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Die zweite Impfphase wird sich um zwei Wochen nach hinten verschieben. Grund ist vor allem der AstraZeneca-Impfstoff.

In der Phase 2 des Impfplans hätten vor allem die Gruppe der Über-65-Jährigen durchgeimpft werden sollen. Da es noch offene Fragen zur Wirksamkeit des Impfstoffes von AstraZeneca bei Über-65-Jährigen gibt, wird dieser vor allem für Impfungen in der Phase 1 eingesetzt. Das heißt konkret: Der Impfstoff wird vor allem für exponiertes Gesundheitspersonal, Beschäftigte in der mobilen Pflege sowie Menschen mit Behinderung und deren Assistenz verwendet werden.

Da der Abstand zwischen erster und zweiter Impfdosis beim AstraZeneca-Impfstoff größer ist, verschiebt sich die zweite Phase des Impfplans nach hinten. Auch die bisweilen stockende Lieferung trägt ihren Teil dazu bei. Maria Paulke-Korinek, Leiterin der Impfabteilung im Gesundheitsministerium, sagte im Ö1-"Morgenjournal": "Wenn man sich unseren Impfplan anschaut, sind wir eigentlich von Anfang an davon ausgegangen, dass die Phase 2 Ende Februar beginnt." Diese verzögere sich nun auf Mitte März, also "um ein, zwei Wochen".

Größeres Intervall zwischen Impfdosen

Beim Vektorimpfstoff AstraZeneca müssen erste und zweite Dosis mit einem deutlich längeren Abstand verimpft werden, als etwa bei Biontech/Pfizer. "Ein Intervall von elf bis zwölf Wochen" sei laut Angaben des Nationalen Impfgremiums sinnvoll, so Paulke-Korinek. Die Schutzwirkung beginnt nach drei Wochen.

Dem kann sie Positives abgewinnen: "Da hab ich mehr Spielraum und kann auch einen höheren Anteil an Personen impfen, weil ich die zweite Dosis eben erst in 11 bis zwölf Wochen benötige." Man kann also mehr Personen mit einer Erstimpfung versorgen.

Quelle: Redaktion / hos