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Gelungenes Carrick-Debüt: Manchester United schlägt City 2:0

17. Jan. 2026 · Lesedauer 3 min

Manchester United hat Interimscoach Michael Carrick ein glanzvolles Debüt beschert. Die "Red Devils" gewannen am Samstag in Runde 22 der englischen Fußball-Premier-League daheim das Derby gegen Manchester City 2:0. Arsenal konnte die Pleite der Guardiola-Truppe allerdings nicht voll ausnützen, der Tabellenführer musste sich bei Nottingham Forest mit einem 0:0 begnügen und hat nun sieben Punkte Vorsprung auf City. Oliver Glasners Crystal Palace verlor in Sunderland 1:2.

Die Carrick-Truppe zeigte eine beherzte Leistung, die zunächst unbelohnt blieb. Amad Diallo (33.) und Bruno Fernandes (41.) trafen in der ersten Hälfte, aber jeweils aus Abseitsposition. Nach der Pause scheiterten Diallo, Casemiro (je 57.) und Bryan Mbeumo (63.) an einem glänzend reagierenden Gianluigi Donnarumma. Mbeumo brach schließlich den Bann und netzte nach Fernandes-Vorlage mit links (65.). Der Däne Patrick Dorgu entschied kurz darauf die Partie nach Vorarbeit von Matheus Cunha (76.). Diallo traf in der Schlussphase noch die Stange (89.), ein Tor von Mason Mount wurde erneut wegen Abseits aberkannt (92.).

Nach drei Remis gegen Liga-Nachzügler sowie dem FA-Cup-Aus gelang United somit ein Befreiungsschlag. City verlor hingegen nach einer schwachen Leistung und der ersten Pleite nach 13 Pflichtspielen ohne Niederlage weiter Boden auf Leader Arsenal. Der Rückstand wuchs allerdings nur um einen Zähler auf sieben Punkte, weil Arsenal seine Überlegenheit in Nottingham bei Tabellen-17. nicht in Tore ummünzen konnte.

Meister Liverpool kommt indessen weiter nicht in Schwung. Die "Reds" mussten sich daheim gegen das abstiegsgefährdete Burnley trotz zahlreicher Chancen mit einem 1:1 begnügen. Ein Tor von Florian Wirtz war zu wenig, der Ex-Salzburger Dominik Szoboszlai verschoss zudem einen Elfmeter. Liverpool liegt nach dem vierten Liga-Remis in Serie einen Zähler vor United auf Rang vier, hat aber bereits 13 Zähler Rückstand auf Arsenal.

Palace verliert, massive Glasner-Kritik

Palace ging im ersten Spiel nach Glasners Abschiedsankündigung leer aus und bei Aufsteiger Sunderland trotz 1:0-Führung durch Yeremy Pino als Verlierer vom Platz. Die Londoner warten seit zehn Pflichtspielen auf einen Sieg. In der Tabelle belegt man derzeit Rang 13. Coach Glasner kritisierte nach dem Match die Vereinsführung scharf und erklärte, seine Mannschaft sei "völlig im Stich gelassen" worden. Glasner spielte dabei darauf an, dass nun auch Palace-Kapitän Marc Guehi den Club verlässt - Richtung Manchester City.

"Ich kann keinem Spieler die Schuld geben. Sie haben alles gegeben, und das geht nun schon seit Wochen und Monaten so. Wir haben 12, 13 Spieler aus dem Kader zur Verfügung, wir fühlen uns nicht unterstützt. Das Schlimmste ist, dass wir unseren Kapitän einen Tag vor einem Premier-League-Spiel verkaufen", sagte Glasner zur BBC. Er könne das nicht verstehen. "Ich habe immer meinen Mund gehalten, aber jetzt kann ich das nicht mehr, weil ich diese Spieler verteidigen muss, denn heute war es das 35. Spiel." Man habe ihm in dieser Saison "zweimal das Herz herausgerissen" - im Sommer als Offensivstar Eberechi Eze verkauft wurde und nun Kapitän Guehi.

Es sei nicht einfach mit so einem kleinen Kader. "Ich schaue auf die Bank, ich kann nicht reagieren. Nur Kinder auf der Bank, und das ist nicht erst seit gestern so, sondern schon seit Wochen. Deshalb bin ich heute wirklich frustriert." Auf die Frage, ob er vor Saisonende gehen würde, antwortete Glasner: "Nein, niemals, das würde ich niemals tun. Ich werde mit dieser Gruppe von Spielern bis zum Ende durchhalten."

Zusammenfassung
  • Manchester United feiert unter Interimscoach Michael Carrick ein 2:0-Derbysieg gegen Manchester City, das nach 13 Pflichtspielen erstmals verliert.
  • Arsenal bleibt nach einem 0:0 in Nottingham sieben Punkte vor City, während Liverpool nach dem vierten Remis in Serie mit 13 Punkten Rückstand auf Platz vier liegt.
  • Crystal Palace unterliegt Sunderland 1:2, Trainer Oliver Glasner kritisiert nach dem Verkauf von Kapitän Marc Guehi die Klubführung scharf und fühlt sich im Stich gelassen.