Salzburg steht vor ICE-Finaleinzug

28. März 2022 · Lesedauer 3 min

Der EC Salzburg erhöht in der Halbfinal-Serie gegen die Vienna Capitals auf 3:0. Die "Bullen" feiern einen souveränen 4:0-Sieg. Dalhuisen (4.) trifft früh, Raffl (31.), Hochkofler (35.) und Wukovits (40., PP) machen im Mitteldrittel alles klar.

Der EC Red Bull Salzburg steht mit eineinhalb Beinen im Finale der ICE Hockey League. Die "Bullen" feiern in Spiel drei der Halbfinal-Serie gegen die Vienna Capitals einen ungefährdeten 4:0-Heimsieg und erhöhen in der Serie auf 3:0. Mit einem Sieg am Mittwoch in Wien könnte sich die Mannschaft von Head Coach Matt McIlvane, die nun sieben Spiele in Folge ungeschlagen ist, vorzeitig für das Finale qualifizieren. Kapitän Thomas Raffl gelingt der 600. Scorerpunkt seiner Karriere.

Kickert patzt gegen Dalhuisen

Obwohl es sich in der Anfangsphase nicht wirklich andeutet, geht der EC Salzburg früh in Führung. Nach einem Konter bedient Thomas Raffl Verteidiger Mike Dalhuisen, der aus spitzem Winkel trifft (4.). Der Schuss rutscht Capitals-Goalie David Kickert, der erneut Bernhard Starkbaum vertritt, durch die Schoner. Jener sieht beim 1:0 nach nur vier Minuten nicht gut aus. Für Dalhuisen ist es erst der zweite Saisontreffer.

Mike Dalhuisen (RBS) trifft zum 1:0

Auch in der Folge sind es die Hausherren, die die besseren Chancen vorfinden. Paul Huber scheitert nach toller Vorarbeit von Jan-Mikael Järvinen an Kickert. Das erste Powerplay nach Strafe gegen Mario Fischer wegen Haken (8.) bringt nichts sein. Die Wiener fangen sich danach wieder etwas und finden in Person von Brody Sutter eine gute Torchance vor, die Salzburg-Goalie Atte Tolvanen, der den Vorzug gegenüber J.P. Lamoureux erhält, parieren kann.

Nachdem sich Kickert gegen Raffl ein weiteres Mal auszeichnen kann, verläuft die Schlussphase des ersten Drittels ohne nennenswerte Torszenen, wodurch Salzburg die knappe Führung mit in die Kabine nimmt.

Salzburg dominiert Mitteldrittel

Im zweiten Drittel geben die "Bullen" erkennbar den Ton an. T.J. Brennan und Paul Huber vergeben die ersten Möglichkeiten und scheitern jeweils an Kickert. Selbst im ersten Powerplay der Wiener (nach Strafe gegen Alexander Pallestrang) finden die Hausherren die besseren Chancen vor. Kurz nach Ablauf der Strafe kann Raffl die Scheibe vor dem leeren Tor nicht mehr kontrollieren und vergibt die beste Chance der Salzburger.

In der 31. Minute ist es dann aber soweit: Nachdem die "Caps" die Scheibe die Scheibe im Mitteldrittel verlieren, bedient Schneider Thomas Raffl ideal. Letzterer nützt seine dritte Großchance und stellt mit dem 600. Scorerpunkt seiner Karriere auf 2:0 (31.).

Thomas Raffl erzielt den 600. Scorerpunkt seiner Karriere

Und in dieser Tonart geht es weiter. Brian Lebler trifft zunächst noch die Stange, ehe Peter Hochkofler in Folge eines Gestochers beim Bully am schnellsten reagiert und zum 3:0 trifft (35.). Den Wienern gelingen in dieser Phase kaum Entlastungsangriffe. Nachdem Nicolai Meyer wegen übertriebener Härte auf die Strafbank muss, gelingt Ex-Capitals-Stürmer Ali Wukovits mit seinem Tor zum 4:0 in Überzahl bereits die Vorentscheidung (40.). Eine weitere Strafe gegen Brody Sutter (Beinstellen) bringt den Salzburgern ein weiteres Powerplay ein, in dem Danjo Leonhardt nur die Latte trifft.

"Bullen" bringen Sieg souverän nachhause

Im Schlussdrittel gelingt es den Gästen, zwar das Spiel ausgeglichener zu gestalten, doch Spannung kommt keine mehr auf. Die Salzburger spielen den Sieg trocken nachhause. Tolvanen feiert mit 25 Saves ein Shutout.

Dank des siebenten Sieges im siebenten Playoff-Spiel fehlt den Salzburgern nur mehr ein Sieg zum Final-Einzug. Die Capitals stehen mit dem Rücken zur Wand und bräuchten nun vier Siege in Folge. Das gelang in einem Halbfinale bisher nur den Black Wings Linz in der ICE Hockey League. 

Im Parallelspiel übernimmt Hydro Fehervar nach einem 4:0-Auswärtssieg in Villach die Führung in der Serie (2:1). 

Die Stimmen zum Spiel 

Thomas Raffl (RBS)

Dave Barr (VIC)

Maximilian PatakQuelle: Redaktion