Hotelmitarbeiter äußert sich erstmals öffentlich zu Ofarim
Der Musiker, Sohn des 2018 gestorbenen 60er-Jahre-Stars Abi Ofarim, hatte 2021 Schlagzeilen gemacht, als er sich bei Instagram als Opfer antisemitischer Äußerungen eines Hotelmitarbeiters darstellte. Später stellten sich diese Vorwürfe als falsch heraus - Ofarim nahm seine Darstellung in einem Verleumdungsprozess gegen ihn zurück. Das Verfahren wurde eingestellt. Mitarbeiter des Hotels hatte sich laut der "Zeit" nie in einem Interview dazu geäußert - bis jetzt.
Ofarim legte in einer Ausgabe des RTL-Dschungelcamps nahe, mit den Kameraaufnahmen aus dem Hotel, die einer der Gründe für die Entlastung des Hotelmitarbeiters vor Gericht waren, habe womöglich etwas nicht gestimmt. Dieser sagte der "Zeit" dazu: "Es macht mich fassungslos. Weder das Gericht noch der Videogutachter haben die Glaubwürdigkeit der Aufnahmen in Zweifel gezogen - ebenso wenig wie die Aussagen der Zeugen."
Er sei nach den Vorwürfen damals zur Polizei gegangen und habe Anzeige gegen Ofarim wegen Verleumdung erstattet. "Meine Social-Media-Konten liefen über, ich wurde bombardiert in einem Ausmaß, das man sich nicht vorstellen kann. Über meine dienstliche E-Mail-Adresse lief eine Morddrohung ein", berichtete der Hotelangestellte. "Mein damaliger Chef rief am Abend an, um mir anzubieten, mich für einige Tage an einen sicheren Ort zu bringen. 15 Minuten später holte mich eine Limousine ab. Es war wie in einem Film."
Zusammenfassung
- Der Hotelmitarbeiter, der 2021 von Gil Ofarim fälschlicherweise antisemitischer Äußerungen beschuldigt wurde, äußerte sich nun erstmals öffentlich und bezeichnet sich selbst als das eigentliche Opfer.
- Nach der Einstellung des Verfahrens gegen Ofarim und der Rücknahme der Vorwürfe berichtet der Mitarbeiter von massiven Anfeindungen, darunter eine Morddrohung per E-Mail und eine Evakuierung an einen sicheren Ort innerhalb von 15 Minuten.
