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Bundesheer verlängert Verträge der Olympia-Kandidaten

31. März 2020 · Lesedauer 3 min

Bundesheer, Polizei und Zoll erweisen sich gerade in Zeiten der Coronavirus-Pandemie als wichtig für den heimischen Sport. Beim Bundesheer etwa sind aktuell 266 Aktive engagiert. Auslaufende Verträge von Olympiakandidaten werden nach Verschiebung der Sommerspiele bis 2021 verlängert, bestätigte Helmut Iwanoff der APA am Dienstag. Profisportler ohne diese Absicherung stehen vor schwierigen Zeiten.

Bundesheer, Polizei und Zoll erweisen sich gerade in Zeiten der Coronavirus-Pandemie als wichtig für den heimischen Sport. Beim Bundesheer etwa sind aktuell 266 Aktive engagiert. Auslaufende Verträge von Olympiakandidaten werden nach Verschiebung der Sommerspiele bis 2021 verlängert, bestätigte Helmut Iwanoff der APA am Dienstag. Profisportler ohne diese Absicherung stehen vor schwierigen Zeiten.

Beim Bundesheer laufen Verträge mit Sommersportlern wie dem Olympia-Dritten im Segeln, Thomas Zajac, oder Ruderin Magdalena Lobnig am 30. November aus. "Diese werden in Absprache mit den Verbänden, dem ÖOC und der Bundes-Sport GmbH verlängert", sagte Iwanoff. Von einer möglichen künftigen Reduzierung der Plätze für Heeressportler wegen der im Verteidigungsressort angespannten Budgetsituation wisse er nichts.

Während in Sportarten wie Leichtathletik, Schwimmen oder Tischtennis die Aktiven auf einer Stufe unterhalb der Elite Amateure sind, zählen etwa im Tennis, Golf oder Pferdesport die Profis der zweiten Ebene angesichts der Absagen ihrer Wettkämpfe zu den Verlierern der aktuell schwierigen Situation. So berichtete etwa Tennisprofi Lucas Miedler (ATP-Nummer 293) im Interview mit der Tageszeitung "Die Presse" (Dienstag), er habe vor wenigen Tagen beim AMS einen Antrag auf Arbeitslosengeld gestellt. "Ich bin Stand jetzt arbeitslos, ohne Einkommen."

Im Golf sind nicht nur die 350 Teaching Pros in Österreich zwangsläufig ohne Beschäftigung, betroffen von wirtschaftlichen Problemen sind auch die unterhalb der Europa-Tour engagierten Turnierprofis. "Sie verlieren nicht nur mögliche Preisgelder, sondern müssen auch befürchten, dass Sponsoren ihre Beiträge kürzen oder überhaupt aussteigen", betonte ÖGV-Sportdirektor Niki Zitny.

Martin Wiegele zehrt momentan vom Preisgeld früherer Erfolge, die Situation werde aber noch längere Zeit schwierig bleiben, befürchtet der Steirer. "Viele meiner Kollegen ohne diesen Polster befinden sich aber in einer schwierigen Situation", sagte Wiegele. Die Probleme gingen quer durch alle Sparten. "Für 99 Prozent aller Sportler wird es finanziell schwierig sein. Es wird in der Öffentlichkeit oft nicht wahrgenommen, dass nicht alle Ronaldos sind."

Nicht einmal normales Training ist derzeit möglich. Wiegele, Gewinner eines Turniers der Europa-Tour, muss sich auf Putten im Keller beschränken, er sucht ein Netz zum Training im Garten und hofft auf Erleichterungen für Berufssportler zur Benützung ihrer Sportstätten.

Springreiter Stefan Eder hat das Springen gestrichen, die Pferde werden aktuell nur bewegt. "Ich will keinen Unfall riskieren und jemandem den Platz im Krankenhaus wegnehmen", sagte der Oberösterreicher der APA. Er hat es dank sehr guter Pferde nach mehreren Jahren wieder zurück auf ein Vier- und Fünf-Sterne-Niveau geschafft und einen Pferdepfleger voll und einen auf Teilzeitbasis angestellt.

Doch ohne Preisgelder ist die Situation schwierig. "Ich glaube nicht, dass in den nächsten vier oder fünf Monaten internationale Turniere ausgeschrieben werden", meinte die frühere Nummer 1 Österreichs zur "dramatischen" Lage.

Quelle: Agenturen