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Belgien und Schweden Österreichs Hürden in der EM-Quali

09. Okt. 2022 · Lesedauer 3 min

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft der Männer trifft in der Qualifikation für die EM 2024 in Gruppe F auf Belgien, Schweden, Estland und Aserbaidschan.

Das hat die Auslosung am Sonntag in Frankfurt ergeben. Die Top zwei der Gruppe qualifizieren sich für die Endrunde in Deutschland. Drei weitere Tickets werden in den Play-offs im März 2024 vergeben, für die sich die Teams über die Nations League qualifizieren können. Ausgetragen wird die Qualifikation von März bis November 2023.

Alle Gruppen im Überblick

"Die Gruppe hätte sicherlich noch einfacher sein können, aber auch schwieriger", meinte ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick am Rande der Auslosungszeremonie in Frankfurt zur Ausgangslage in Pool F. Österreich war aus Topf zwei gelost worden.

Neuauflage des EM-Endspiels 2021

In Gruppe C kommt es indes zur Neuauflage des EM-Endspiels von 2021, es treffen Titelverteidiger Italien und der EM-Zweite England aufeinander. Auch in Gruppe B stehen Duelle zweier Topteams an. Dort nimmt es Weltmeister Frankreich mit den Niederlanden auf. Die Top zwei jeder der zehn Gruppen qualifizieren sich für die Endrunde, drei weitere Tickets werden in den Play-offs im März 2024 vergeben, für die sich die Teams über die Nations League qualifizieren können. Ausgetragen wird die Qualifikation von März bis November 2023.

Für Rangnick sind die Belgier, als Zweiter hinter Brasilien aktuell die bestgereihte europäische Nation in der Weltrangliste, Favorit in der Österreich-Gruppe. "Da wird es darum gehen, wer Zweiter wird", meinte der Deutsche über den WM-Dritten 2018, der bei den jüngsten EM-Auflagen jeweils das Viertelfinale erreichte. Klar ist, dass Belgiens "Goldene Generation" um Kevin de Bruyne ihre Versprechen bisher nicht einlösen konnte. Die Fans warten weiter auf den ersten internationalen Titel seit dem Olympiasieg 1920.

Pflichtsiege gegen Estland und Aserbaidschan

"Unser Ziel wird sowieso sein, dass wir uns so entwickeln, dass wir jeden Gegner schlagen können, auch in dieser Gruppe, und uns direkt qualifizieren", stellte Rangnick klar. Vermutlich muss man also den "alten Bekannten" Schweden hinter sich lassen. Bereits zum siebenten Mal wurden die "Tre Kronors" den Österreichern in einer EM- oder WM-Qualifikation zugelost, die jüngsten Erinnerungen sind gute: Bei der Quali für die EM 2016 gewann Rot-Weiß-Rot Gruppe G vor Russland und Schweden. In Wien gab es ein 1:1, im September 2015 lösten David Alaba und Co. mit dem 4:1 in Stockholm dann vorzeitig das Endrundenticket.

Sogenannte Pflichtsiege stehen gegen Estland und Aserbaidschan, die Nummern 109 bzw. 123 der Welt an. Beide warten noch auf die erste Qualifikation für ein Großereignis. Auf die leichte Schulter zu nehmen seien die beiden Außenseiter freilich nicht, warnte Rangnick. "In Baku ist es auch nicht so, dass man da schnell hinfliegt und drei Punkte mitnimmt", betonte der 64-Jährige. Die Bilanz Österreichs ist mit 3 Siegen und 1 Remis in 4 Partien gegen Aserbaidschan und 2-0-0 gegen die Esten zumindest eindeutig.

Quelle: Agenturen / mpa